17:28 23 Januar 2019
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    USA planen Raketenschild in Golfregion – „Nesawissimaja Gaseta“

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    Atomstreit mit Iran (1447)
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    US-Außenministerin Hillary Clinton hat am Samstag mit den Außenministern der Golfregion über die Stationierung eines Raketenabwehrsystems gesprochen, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    US-Außenministerin Hillary Clinton hat am Samstag mit den Außenministern der Golfregion über die Stationierung eines Raketenabwehrsystems gesprochen, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Clinton schlug bei ihrem Besuch in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad den Außenministern der Golfländer vor, in ihrer Region ein Raketenabwehrsystem zum Schutz vor Raketen Irans zu installieren.

    Die US-Chefdiplomatin teilte mit, dass die USA mit den Golfländern im Atomstreit mit dem Iran kooperieren wollen. Die atomaren Ambitionen Teherans beunruhigen die sunnitischen Anrainerstaaten, für die der schiitische Iran der Hauptrivale in der Region ist. Den Iranern wird unter anderem vorgeworfen, die Aufstände in Bahrain und die Unruhen unter der schiitischen Minderheit in Saudi-Arabien geschürt zu haben.

    Wie Associated Press meldete, gibt es trotz der gemeinsamen Gefahr seitens des Iran zwischen den sechs Mitgliedern des Golfkooperationsrats (Bahrain, Katar, Kuweit, VAE, Oman und Saudi-Arabien) ernsthafte Kontroversen. Außerdem gibt es Unterschiede in Wirtschaft und Militär. Die USA wollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Raketenabwehrsystem aufbauen. Washington strebt zudem eine Kooperation der Golfländer bei der Ausarbeitung einer gemeinsamen Verteidigungspolitik an.

    In Riad drohte Clinton, dass „das Fenster der Möglichkeiten für Teheran nicht immer offen bleiben wird“. Beim Treffen mit ihrem saudi-arabischen Amtskollegen Saud Al-Faisal kündigte sie Gespräche der Sechser-Gruppe (UN-Vetomächte  plus Deutschland) im Atomstreit mit dem Iran für den 13. und 14. April in Istanbul an.

    Israel ist sehr besorgt um Irans Atomprogramm. Tel Aviv spricht immer wieder von Präventivschlägen gegen den Iran, die ohne Unterstützung der USA jedoch nicht umsetzbar sind. Nach eigenen Angaben erwägt Washington einen Militärschlag, will Teheran jedoch zunächst mit Sanktionen unter Druck setzen.

    Russland, das das Atomkraftwerk im iranischen Buschehr gebaut hatte, ist der Ansicht, dass Teheran technologisch nicht in der Lage sei, Atomwaffen zu entwickeln. Dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zufolge könnten Schläge gegen Irans Atomobjekte zum Rüstungswettlauf im Nahen Osten führen.

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