23:38 13 Dezember 2018
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    Russlands Verteidigungsminister: Europäischer Raketenschild wird notfalls vernichtet

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Russland kann laut dem amtierenden Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow operativ-taktische Raketen vom Typ Iskander zur Vernichtung von Teilen des amerikanischen Raketenabwehrsystems einsetzen.

    Russland kann laut dem amtierenden Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow operativ-taktische Raketen vom Typ Iskander zur Vernichtung von Teilen des amerikanischen Raketenabwehrsystems einsetzen.

    Bei der jüngsten internationalen Raketenschild-Konferenz in Moskau „haben wir erneut darauf verwiesen, dass das europäische Raketenabwehrsystem bei uns bestimmte Besorgnisse hervorruft“, sagte Serdjukow am Freitag auf die Journalistenfrage, wie Russland auf die geplante Aufstellung des europäischen Raketenschilds reagieren werde. „Dementsprechend werden wir das Raketenabwehrsystem vernichten.“

    Danach gefragt, ob neue Mittel zur Überwindung des amerikanischen Raketenabwehrsystems erforderlich sein würden, sagte der amtierende Minister, die bereits bestehenden Waffen seien in der Lage, diese Aufgabe zu meisten. „Die Iskander-Raketen etwa können dafür eingesetzt werden, um die Mittel zu neutralisieren, die unsere Raketen behindern könnten“, hieß es.

    Auf die jüngste internationale Raketenschild-Konferenz in Moskau zurückkommend sagte Serdjukow, die russische Seite erwarte nun von den Amerikanern konkrete Vorschläge. „Wir werden abwarten, was sie uns vorschlagen… „Wenn sie uns juristisch verbindliche Garantien (der Nichtanwendung des Systems gegen die russischen Raketen) vorlegen, werden wir bereit sein, das mit anderen Augen zu sehen. Bisher haben sie uns alles nur verbal versprochen.“

    „Auf der Konferenz wurde geäußert, dass sie bereit seien, irgendwelche Vorschläge vorzubereiten“, fügte Serdjukow hinzu.

    Moskau verlangt juristisch verbindliche Garantien dafür, dass der europäische Raketenschild nicht gegen Russland gerichtet ist. Da diese Forderung ohne Antwort geblieben ist, drohten die russischen Behörden mit einer Stationierung von Iskander-Raketen im Gebiet Kaliningrad (russische Exklave an der Ostsee) und mit anderen Maßnahmen.

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