08:15 29 März 2020
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    Moldawien könnte laut dem Verteidigungsminister dieses Landes, Vitalie Marinuta, zu einem indirekten Partner beim Aufbau der Nato-Raketenabwehr in Rumänien werden und Daten von den dazugehörigen Radaren erhalten.

    Moldawien könnte laut dem  Verteidigungsminister dieses Landes, Vitalie Marinuta, zu einem indirekten Partner beim Aufbau der Nato-Raketenabwehr in Rumänien werden und Daten von den dazugehörigen Radaren erhalten.

    Marinuta äußerte sich zu diesem Thema in einem Live-Gespräch mit dem Radio Free Europe, das er am Mittwoch in seinem Blog im Internet veröffentlicht hat.

    Nach Meinung des Verteidigungsministers würde Chisinau keinen direkten Vorteil aus der Raketenstationierung ziehen.

    Der Minister gab zu, dass Moldawien nur ein Partner der Nato ist und keine enge Zusammenarbeit mit der Allianz anbahnt. „In dieser Frage genießen wir keine große Unterstützung seitens der Bevölkerung.“

    Auch die jüngsten Meinungsumfragen würden davon zeugen, so Marinuta. Ihm zufolge müssen die Behörden die Bevölkerung darüber aufklären, was die Nato ist, welche Ziele sie verfolgt und welches die Nato-Kriterien der europäischen Sicherheit sind. Denn „die Bevölkerung hat immer noch eine überholte Vorstellung von der Allianz“.

    Laut Marinuta wird Moldawien in den nächsten zwei bis drei Jahren aus etlichen Gründen nicht der Nato beitreten können. „Erstens, die Verfassung unseres Landes verbietet es uns, Teil eines militärischen Bündnisses zu sein. Wir haben den Status eines neutralen Landes. Zweitens, wir genießen keine breite Unterstützung in der Bevölkerung. Laut Umfragen akzeptieren weniger als zehn Prozent der moldauischen Bürger diese Idee“, so der Verteidigungsminister.

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