13:02 22 August 2017
SNA Radio
    Militär

    Iran feuert bei Übung Raketen ab, darunter ballistische

    Militär
    Zum Kurzlink
    0 98 0 0

    Einheiten der iranischen Revolutionsgarde haben am Dienstag bei einer groß angelegten Übung unter dem Namen „Der große Prophet 7“ mehrere Raketentypen getestet, berichtet die iranische Agentur Isna.

    Einheiten der iranischen Revolutionsgarde haben am Dienstag bei einer groß angelegten Übung unter dem Namen „Der große Prophet 7“ mehrere Raketentypen getestet, berichtet die iranische Agentur Isna.

    Der Agentur zufolge wurden Dutzende Raketen verschiedener Reichweiten, darunter die ballistischen Modelle Shahab 1, Shahab 2 und Shahab 3, auf Übungsziele abgefeuert.

    Vertreter des Kommandos der Revolutionsgarde hatten zuvor mitgeteilt, dass die Raketen auf Modelle von Militärstützpunkten angenommener Gegner abgefeuert werden sollen. Diese befänden sich in einer Wüste in der Provinz Semnan im Norden des Landes.

    Laut westlichen Medienberichten hat der Iran mit den Shabab-3-Raketen, deren Reichweite etwa 2000 Kilometer beträgt, die Möglichkeit, militärische Schläge gegen Israel und US-Luftwaffenstützpunkte im Nahen Osten zu führen. Die Reichweite der übrigen Raketen, die bei der Übung am Dienstag getestet wurden, liegt zwischen 200 und 750 Kilometern.

    Die Übung „Der große Prophet 7“ begann am Montag und soll am Mittwoch zu Ende gehen.

    Es wird erwartet, dass am Mittwoch während der Übung Flugzeuge und unbemannte Flugkörper (Drohnen) der iranischen Luftwaffe zum Einsatz kommen werden.

    Wie westliche Medien zuvor gemeldet hatten, fiel die Durchführung der Übung „Der große Prophet 7“ zeitlich mit dem Inkrafttreten des EU-Erdölembargos gegen den Iran zusammen.

    Derzeit sind bereits vier Resolutionen des UN-Sicherheitsrates mit Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Außerdem haben mehrere Länder und Organisationen eigene Sanktionen gegen den Iran beschlossen. So haben die Staatschefs und Außenminister der 27 EU-Länder am 23. Januar beim Gipfel in Brüssel ein Embargo für iranische Öllieferungen verabschiedet. Nun sollen alle EU-Länder, die iranisches Erdöl importieren, den Import ab 1. Juli völlig einstellen.

    Die USA und eine Reihe von westlichen Ländern verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel eines Programms zur friedlichen Nutzung von Atomenergie, Kernwaffen zu entwickeln. Teheran weist alle Anschuldigungen zurück und betont, dass sein Atomprogramm ausschließlich der Deckung des Energiebedarfes des Landes dienen soll.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren