22:51 20 August 2018
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    Die russische Kriegsmarine in Tartus (Archivbild)

    Russischer Schiffsverband verlässt im Herbst das Mittelmeer

    © Sputnik / Grigoriy Sysoev
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    Die russischen Kriegsschiffe, die sich zu einer Übung im Mittelmeer aufhalten, werden nach den Manövern zu ihren Stützpunkten zurückkehren. Das teilte ein ranghoher Vertreter des Marinestabs am Freitag in Moskau mit.

    Die russischen Kriegsschiffe, die sich zu einer Übung im Mittelmeer aufhalten, werden nach den Manövern zu ihren Stützpunkten zurückkehren. Das teilte ein ranghoher Vertreter des Marinestabs am Freitag in Moskau mit.

    Damit kommentierte er Medienberichte, laut denen der Verband aus Schiffen der russischen Ostsee-, der Nordflotte und der Schwarzmeerflotte sich nun wegen der Ereignisse in Syrien ständig im Mittelmeer aufhalten werde.

    Nach Abschluss der Übung werden die Schiffe bereits im Herbst heimkehren, so der Sprecher. Er räumte ein, dass einzelne russische Kriegsschiffe auch künftighin im Mittelmeer präsent sein werden. „Doch es wäre verfrüht zu sagen, dass sich im Mittelmeer ständig ein Schiffsverband aufhalten wird - wie einst die 5. Flottille der sowjetischen Schwarzmeerflotte. Das ist nicht nötig.“
     
    Ein Schiffsverband der russischen Ostsee- und der Nordflotte war am Dienstag durch die Straße von Gibraltar ins Mittelmeer eingelaufen. Dort wird er sich mit Schiffen der Schwarzmeerflotte treffen und Übungen im Mittelmeer und im Atlantik abhalten. Zuvor hatten Vertreter der syrischen Opposition Besorgnis über die Manöver der russischen Kriegsschiffe vor der syrischen Küste geäußert.

    In Syrien dauern seit mehr als 16 Monaten Kämpfe zwischen Armee und Regierungsgegnern an. Laut verschiedenen Angaben sind bei den Gefechten bis zu 16 000 Menschen getötet worden. Die syrische Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt zwingen. Die UN-Vetomächte Russland und China lehnen ein internationales Eingreifen in Syrien ab. Beide Staaten haben im UN-Sicherheitsrat bereits drei westliche Resolutionsentwürfe zu Syrien blockiert, um ein militärisches Eingreifen nach dem „libyschen Szenario" zu verhindern. Nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow weiß Assad noch immer einen bedeutenden Teil der Bevölkerung hinter sich.

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