01:38 24 Februar 2018
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    Jahrestag von Südossetien-Konflikt - Putin: Russland handelte nach Plan

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    Russland hat lange vor dem Südossetien-Konflikt einen Spezialplan entworfen und im August 2008 nach diesem Plan gehandelt, so der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch in Moskau.

    Russland hat lange vor dem Südossetien-Konflikt einen Spezialplan entworfen und im August 2008 nach diesem Plan gehandelt, so der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch in Moskau.
     
    Ihm zufolge war der Plan von Ende 2006 bis Anfang 2007 vom Generalstab konzipiert worden.
     
    Er habe den Plan bestätigt und genehmigt, sagte Putin, der damals das Amt des Staatspräsidenten innehatte. „Entsprechend dem Plan wurden südossetische Landwehrangehörige ausgebildet“, so Putin. 
     
    Die Südosseten hätten ihre Heimat mutig verteidigt und drei Tage lang, bis die russische Armee einrückte, zusammen mit der Friedenstruppe den Andrang der georgischen Verbände aufgehalten, ergänzte Putin. 
     
    Entsprechend dem Plan seien Militärtechnik eingesetzt und andere Maßnahmen ergriffen worden, so der Präsident. „Hierbei gibt es kein Geheimnis, wir haben bereits darüber berichtet.“   
     
    Putin teilte ferner mit, er habe am 7. und 8. August 2008, als das georgische Militär Zchinwali angegriffen hatte, aus Peking den damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew und Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow angerufen, um die Situation um Südossetien zu besprechen. Die diesbezügliche Information war bis heute nicht öffentlich bekannt.   
     
    Die georgische Armee hatte in der Nacht zum 8. August 2008 Südossetien angegriffen und die Hauptstadt der Republik, Zchinwali, teilweise zerstört. Russland startete zum Schutz der südossetischen Einwohner, von denen viele russische Staatsbürger sind, eine Gegenoffensive und zwang die georgische Armee nach fünftägigen Kämpfen zum Rückzug.
     
    Nach südossetischen Angaben fielen mehr als 1500 Menschen der georgischen Aggression zum Opfer. Während des bewaffneten Konfliktes wurden 67 russische Soldaten, darunter Angehörige der Friedenstruppe, getötet. 
     
    Moskau erkannte Ende August 2008 Südossetien und eine weitere ehemalige Autonomie Georgiens, Abchasien, als unabhängige Staaten an.