01:41 24 Februar 2018
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    USA und Golfstaaten stellen Raketenabwehr gegen Iran auf – „Nesawissimaja Gaseta“

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    Die USA und die Länder am Persischen Golf bereiten sich offenbar auf den Ernstfall vor und rüsten ihre Raketenabwehr auf, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Die USA und die Länder am Persischen Golf bereiten sich offenbar auf den Ernstfall vor und rüsten ihre Raketenabwehr auf, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Wie die „New York Times“ berichtete, sollen US-Raketenabwehranlagen Städte, Raffinerien, Pipelines und Militärstützpunkte in der Golfregion vor dem Iran schützen.

    Vor drei Wochen gab das Pentagon die Pläne bekannt, Kuwait 60 Patriot-Raketen, 20 Abschussrampen und vier Raketenabwehr-Radare im Wert von 4,2 Milliarden Dollar zu verkaufen. Die Golfmonarchie hatte bereits zwischen 2007 und 2010 insgesamt 350 Patriot-Raketen erworben.

    Ende 2011 hatte die US-Militärbehörde zudem den Verkauf von zwei Verteidigungssystemen THAAD für zwei Milliarden Dollar und von Raketen für weitere zwei Milliarden Dollar an die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bekannt gegeben. Insgesamt haben die Emirate seit 2008 Waffen für mehr als zwölf Milliarden Dollar erworben.

    Auch Saudi-Arabien verfügt über ein großes Arsenal von Patriot-Raketen. Das Pentagon gab dieses Jahr bekannt, Katar mit einem Radar vom Typ AN/TPY-2 zu beliefern. Die in der Golfregion stationierten US-Streitkräfte verfügen außerdem über Aegis-Systeme auf Schiffen und bodengestützte Raketenabwehrelemente.

    Vor kurzem forderte US-Außenministerin Hillary Clinton bei einem Treffen des Golf-Kooperationsrats eine engere Raketenabwehr-Zusammenarbeit in der Region.

    Es gibt aber auch ein anderes Problem: Die Länder der Golfregion befürchten, dass der Iran die Straße von Hormus sperrt, sodass die wasserarme Wüstenregion von Lebensmittellieferungen abgeschnitten wird. Saudi-Arabien, Kuwait, Katar und die Emirate importieren 90 Prozent ihrer Lebensmittel, und zwar vorwiegend über die Straße von Hormus.

    Es gibt sogar utopisch anmutende Pläne, etwa, dass die VAE allen Ernstes den Import von Gletscherwasser aus Patagonien erwägen.

    Darüber hinaus haben die Emirate den Bau eines Flüssiggas-Terminals angekündigt, um die regionalen Wasserentsalzungsanlagen notfalls mit Energie zu versorgen.

    Außerdem bauen die Araber aber neue Getreidedepots und kaufen Anbauflächen in Afrika (Sudan), Südamerika (Brasilien, Argentinien), Australien und Europa (Ukraine).