19:54 15 November 2018
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    Russlands Militär: Panzer der neuen Generation rollt an - „Rossijskaja Gaseta“

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    Der Oberbefehlshaber der russischen Landstreitkräfte, Wladimir Tschirkin, hat die Fristen für die Entwicklung und Serienproduktion eines Panzers der neuen Generation bestätigt, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Der Oberbefehlshaber der russischen Landstreitkräfte, Wladimir Tschirkin, hat die Fristen für die Entwicklung und Serienproduktion eines Panzers der neuen Generation bestätigt, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

    „Für unsere Truppen wird derzeit mit erhöhtem Tempo ein zeitgemäßer Panzer auf Grundlage des vereinheitlichten Kampfmoduls ‚Armata‘ entwickelt. Das erste Testmuster wird bereits 2013 erwartet. Ab 2015 wird die Armee damit ausgerüstet“, sagte General Tschirkin.

    Der mit den Mitteln des Rüstungsprogramms 2020 entwickelte Panzer wird in Nischni Tagil hergestellt. Der Chef der dort ansässigen Panzerfabrik Uralwagonsawod, Oleg Sijenko, hatte bereits zu Jahresbeginn betont, dass sich die wichtigsten Teile des neuen Kampffahrzeugs bereits in der Testphase befinden.

    Der neue Panzer unterscheidet sich von gewöhnlichen Kampffahrzeugen. Die Besatzung befindet sich in einer isolierten gepanzerten Kapsel, die jedem Panzergeschoss standhält.

    Der höhere Minenschutz war eine der Forderungen des Verteidigungsministeriums für die neuen Panzer gewesen. In der Vergangenheit hatte es bereits zwei Versuche gegeben, zwei ähnliche Projekte auf den Weg zu bringen. Doch die Panzer „Schwarzer Adler“ und „Objekt 195“ hatten nicht die notwendigen technischen Daten und waren zu teuer gewesen.

    Die beiden Vorhaben wurden aber auch gestoppt, weil die Streitkräfte eine vereinheitlichte Raupenplattform brauchten, die für die Herstellung von Panzern, Schützenpanzern, schweren Schützenpanzerwagen und Selbstfahrtlafetten geeignet ist. So kam „Armata“ zur Welt.

    Der neue Panzer soll der erste Wagen in der Palette der in Mobilbauweise gebauten Kampffahrzeuge sein. Technisch soll der neue Panzer Gemeinsamkeiten mit dem „Schwarzen Adler“ und „Objekt 195“ haben, aber dennoch keine Kopie seiner Vorgänger sein. Laut General Sijenko wird eine absolut neue Typenreihe geschaffen.

    Der neue Panzer soll mit einem neuen automatischen System zum Laden der Munition ausgerüstet werden. Die Feuerleitung soll aus der Kapsel erfolgen. Der Panzerturm mit einem 123-Millimeter-Geschoss ist unbemannt. Alle Kommunikationskanäle sollen abhörsicher sein.

    Eine technische Neuheit des Panzers sind zudem die speziellen Werkstoffe für die Herstellung der Panzerung.

    Laut dem Pressedienst von Uralwagonsawod werden die russischen Landstreitkräfte bis 2020 etwa 2300 Panzer bekommen, falls die staatlichen Tests erfolgreich verlaufen.

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