09:09 17 Dezember 2017
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    Netanjahu hat Palästinenser nicht um Waffenruhe ersucht

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    Gewalteskalation im Nahen Osten (255)
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    Israel hat Berichte über eine abgestimmte Waffenruhe dementiert, um die Regierungschef Benjamin Netanjahu die Palästinenser angeblich ersucht hatte.

    Israel hat Berichte über eine abgestimmte Waffenruhe dementiert, um die Regierungschef Benjamin Netanjahu die Palästinenser angeblich ersucht hatte.

    Das berichtete die Zeitung "Yedioth Ahronoth" am Montag in ihrer Onlineausgabe. Über Netanjahus Bitte um eine Feuerpause, die es gestatten würde, die Kampfhandlungen im Gaza-Streifen einzustellen, hatte zuvor Hamas-Chef Khaled Mashaal auf einer Pressekonferenz informiert. "Eine Waffenruhe wäre möglich, wenn Israel seine Attacken auf den Gaza-Streifen als erster einstellt", sagte er.

    Ein ranghoher israelischer Politiker, der anonym bleiben wollte, sagte zu den Angaben, dass Hamas-Kommentare zur Waffenruhe, um die Israel angeblich ersucht, genau so wenig wahr sind wie Meldungen über eine Attacke auf das israelische Parlament oder über den Abschuss eines F-15-Jägers durch die palästinensische Luftabwehr.

    Unterdessen finden in Kairo indirekte Kontakte zwischen Vertretern der israelischen Behörden und der Palästinenser-Gruppierungen unter Vermittlung Ägyptens statt. Am Vortag hatten palästinensische Zeitungen eine Information über Bedingungen veröffentlicht, die die Seiten für den Beginn einer Waffenruhe gestellt hatten. So fordern die Palästinenser die Aufhebung der Blockade des Gaza-Streifens, während Israel auf der Einstellung aller Waffenlieferungen an Gaza besteht.

    Beim gegenseitigen Beschuss kamen seit dem vergangenen Dienstag 95 Palästinenser und drei Israelis ums Leben.

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