23:22 18 Dezember 2017
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    Nahost-Konflikt: Erneuter Angriff israelischer Luftwaffe auf Medienhaus in Gaza

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    Gewalteskalation im Nahen Osten (255)
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    Die israelische Luftwaffe hat am Montag in Gaza laut Medienberichten ein Hochhaus angegriffen, in dem einige ausländische und einheimische Medien ihre Büros haben, darunter die Fernsehgesellschaft „Al-Aqsa“, die von der islamisch orientierten Führung der Palästinenser-Enklave kontrolliert wird.

    Die israelische Luftwaffe hat am Montag in Gaza laut Medienberichten ein Hochhaus angegriffen, in dem einige ausländische und einheimische Medien ihre Büros haben, darunter die Fernsehgesellschaft „Al-Aqsa“, die von der islamisch orientierten Führung der Palästinenser-Enklave kontrolliert wird.
     
    Verletzte sind bisher nicht gemeldet worden. 
     
    „Al-Aqsa“ berichtet live vom brennenden Geschäfts-Gebäudekomplex „Burj al-Shorouk“ und den herbeigeeilten Feuerwehren. Die Stockwerke zwei bis vier des Gebäudes sind von Flammen erfasst. Im 14. Geschoss, wo das „Al-Aqsa“-Büro untergebracht ist, sind keine nennenswerten Schäden zu sehen. 
     
    Die israelische Armee, die seit dem 14. November eine Militäroperation gegen die palästinensischen Rebellengruppen führt, hat somit ihren dritten Angriff auf ein Medienhaus in Gaza durchgeführt.
     
    In der Nacht zum Sonntag wurde das Büro des arabischsprachigen Fernsehsenders Rusiya al-Yaum (Russia Today) von einer israelischen Rakete zerstört. Das Aufnahmeteam kam dabei nicht zu Schaden. Wie BBC am Sonntag meldete, wurden am Samstagabend beim Einschlag einer israelischen Rakete in Gaza sechs palästinensische Journalisten verletzt. 
     
    Der Auslandspresseverband (FPA) in Nahost hat am Sonntag die israelischen Luftangriffe auf Mediengebäude in Gaza verurteilt. Wie eine israelische Militärsprecherin dazu äußerte, handelt es sich um Präzisionsschläge der israelischen Armee gegen Kommunikationssysteme der Extremisten. 
     
    Die israelischen Militärs beschuldigen die Hamas, die Presse, darunter die ausländische, als „lebendigen Schild“ zu benutzen, und empfehlen den Journalisten, sich von den Objekten, wo sich Islamisten befinden, möglichst fern zu halten.

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