23:04 18 Februar 2018
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    Russlands neue Rakete gegen US-Raketenschild schon 2014 einsatzbereit

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Die neue russische mittelschwere Interkontinentalrakete, mit der der entstehende US-Raketenschild durchbrochen werden kann, wird nach inoffiziellen Angaben nicht 2015, sondern bereits 2014 in Dienst gestellt werden.

    Die neue russische mittelschwere Interkontinentalrakete, mit der der entstehende US-Raketenschild durchbrochen werden kann, wird nach inoffiziellen Angaben nicht 2015, sondern bereits 2014 in Dienst gestellt werden.

    „Nach den jüngsten Angaben wird die neue Festtreibstoffrakete bereits 2014 in die Bewaffnung aufgenommen“, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch inoffiziell RIA Novosti mit. Er bestätigte, dass die Rakete als Mittel gegen das globale Raketenabwehrsystem der USA entstehe. Die neue Interkontinentalrakete werde eine mobile Abschussrampe und eine Reichweite von mindestens 5500 km haben. Der Prototyp sei im Oktober im Wolgagebiet Astrachan erfolgreich getestet worden.

    Zuvor hatte der Befehlshaber der russischen Raketentruppen, Sergej Karakajew, den Bau einer neuen mittelschweren Rakete bis 2015 angekündigt. Darüber hinaus baut Russland an einer 100 Tonnen schweren Interkontinentalrakete, die ebenfalls den künftigen US-Raketenschild durchbrechen kann. Diese Rakete, die die weltweit stärkste Interkontinentalrakete R-36M2 Wojewoda (Nato-Code SS-18 „Satan“) ablösen soll, soll laut Karakajew 2018 fertig gestellt werden.

    Die USA bauen an einem Luftabwehrsystem in Europa, das die beiden bereits bestehenden US-Raketenschirme auf Alaska und in Kalifornien verstärken soll. De facto bedeutet das den Aufbau eines globalen Raketenabwehrsystems, das das jetzige Kräftegleichgewicht in der Welt zerstört. Russland besitzt nur einen strategischen Raketenschirm, der die Hauptstadt Moskau schützt.

    Nach ergebnislosen Verhandlungen kündigte Russland im vergangenen Jahr eine Reihe von militärischen Maßnahmen an, um den entstehenden Raketenschild in Europa im Kriegsfall neutralisieren zu können. Das Paket reicht von der Aufstellung von Iskander-Raketen in der Ostssee-Region Kaliningrad über die Modernisierung der Atomraketen bis zu einem möglichen Ausstieg aus den Abrüstungsverträgen. Der russische Generalstab schloss sogar als äußerstes Mittel einen Präventivschlag gegen die Raketenabwehranlagen in Europa nicht aus.

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