12:12 25 Juni 2018
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    NATO prüft Bitte der Türkei nach Patriot-Raketen noch am Mittwoch

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    Patriot-Raketen werden in der Türkei stationiert (40)
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    Der NATO-Rat wird die Bitte der Türkei, Luftabwehrraketen vom Typ Patriot an der Grenze zu Syrien zu stationieren, noch am (heutigen) Mittwoch prüfen.

    Der NATO-Rat wird die Bitte der Türkei, Luftabwehrraketen vom Typ Patriot an der Grenze zu Syrien zu stationieren, noch am (heutigen) Mittwoch prüfen.

    Das teilte ein ranghoher Mitarbeiter des NATO-Hauptquartiers in Brüssel, der anonym bleiben wollte, RIA Novosti mit. "Eine informelle Sitzung auf der Ebene der 28 NATO-Botschafter findet am Mittwoch statt", sagte er.

    Die Türkei hatte die Allianz zuvor nach Angaben von NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen offiziell um Luftabwehrraketen des Typs Patriot ersucht, um sie an der Grenze zum kriegsgebeutelten Syrien zu stationieren. Das würde die türkische Luftabwehr verstärken und die Spannungen an den südöstlichen NATO-Grenzen abbauen, sagte Rasmussen nach Angaben der Agentur Reuters. Das Bündnis werde über den türkischen Antrag „ohne Verzögerung“ entscheiden.

    Laut türkischen Medien können insgesamt zwei Patriot-Batterien - höchstwahrscheinlich aus Deutschland - in die Türkei entsandt werden. Das würde bedeuten, dass mehr als 150 Bundeswehrsoldaten in die Region verlegt werden müssten. Dem Einsatz muss noch der Bundestag zustimmen.

    Auch die Regierung der Niederlande kündigte die Absicht an, die Bitte der Türkei unter die Lupe zu nehmen. "Das Kabinett wird den Antrag und die Zweckmäßigkeit der Stationierung der Raketen prüfen", teilte die Regierung in Den Haag nach Angaben von Reuters mit.

    Patriot-Abwehrraketen waren bereits im ersten und im zweiten Irak-Krieg (1991 bzw. 2003) in der Türkei vorübergehend stationiert worden. Sie wurden aber nie eingesetzt.

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