23:08 22 Oktober 2017
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    Nato und Ankara prüfen künftige Standorte für Patriot-Raketen an türkisch-syrischer Grenze

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    Patriot-Raketen werden in der Türkei stationiert (40)
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    Eine Delegation der Nato und der türkischen Armee soll am Dienstag mit der Prüfung künftiger Standorte für Patriot-Flugabwehrraketen an der Grenze der Türkei zu Syrien beginnen, wie der Generalstab der türkischen Streitkräfte am Montag mitteilte.

    Eine Delegation der Nato und der türkischen Armee soll am Dienstag mit der Prüfung künftiger Standorte für Patriot-Flugabwehrraketen an der Grenze der Türkei zu Syrien beginnen, wie der Generalstab der türkischen Streitkräfte am Montag mitteilte.
     
    Bei den Fliegerabwehrsystemen, um deren Entsendung Ankara in der vorigen Woche die Allianz gebeten hatte, „handelt es sich um rein defensive Waffen“, die nur für die Abwehr eines eventuellen Luft- bzw. Raketenangriffs aus Syrien bestimmt seien und nicht für die Einrichtung von Sperrflugzonen oder bei Angriffsoperationen eingesetzt werden sollen, so der türkische Generalstab.
     
    Das Nato-Mitglied Türkei hatte am vergangenen Mittwoch die Allianz ersucht, ihr Patriot-Raketenkomplexe für den Schutz der 900 Kilometer langen Grenze zu Syrien zur Verfügung zu stellen. Laut dem Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen soll der Antrag von Ankara unverzüglich geprüft werden. 
     
    Wie der türkische Generalstab auf seiner Webseite weiter schreibt, sollen die Arbeiten zur Stationierung der Patriot-Raketen und zur Einquartierung von ausländischen Militärs in der Türkei anhand einer Denkschrift geleistet werden, die im Rahmen des geltenden Nato-Abkommens zu unterzeichnen sei. 
     
    „Die Standorte für die Flug- und Raketenabwehrsysteme und deren Zahl sowie die Zahl ausländischer Militärs und ihre Aufenthaltsdauer in unserem Land werden je nach den Ergebnissen der Untersuchung der (für die Raketenstationierung bestimmten) Gegenden festgelegt“, heißt es in der Mitteilung der türkischen Militärführung.
     
    Laut türkischen Medienberichten soll eine 30-köpfige Delegation von Nato-Experten aus den USA, Deutschland und den Niederlanden, die Patriot-Raketen zur Verfügung haben, in die Türkei kommen. 
     
    Die wahrscheinlichsten Orte für die Stationierung der Nato-Waffen liegen in den Provinzen Diyarbakir, Urfa und Mataya im Südosten der Türkei. Nach Angaben der Zeitung „Hürriyet“ werden die Patriot-Batterien, die von jeweils rund 40 Personen bedient werden müssen, voraussichtlich in sechs Gebieten aufgestellt. Insgesamt 250 bis 300 ausländische Militärs werden in der Türkei erwartet, so die Zeitung.

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