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17:48 23 Oktober 2019
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    Neues russisches Atom-U-Boot „Juri Dolgoruki“ endlich im Dienst

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    Neue Waffen für russische Armee (670)
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    Nach mehreren Terminverschiebungen hat die russische Kriegsmarine das erste Atom-U-Boot der neuen Borej-Klasse „Juri Dolgoruki“ endlich in den Dienst gestellt. Die U-Boote dieser Klasse, bewaffnet mit der neuartigen Interkontinentalrakete Bulawa, sollen den Kern der russischen Unterwasserflotte im 21. Jahrhundert bilden.

    Nach mehreren Terminverschiebungen hat die russische Kriegsmarine das erste Atom-U-Boot der neuen Borej-Klasse „Juri Dolgoruki“ endlich in den Dienst gestellt. Die U-Boote dieser Klasse, bewaffnet mit der neuartigen Interkontinentalrakete Bulawa, sollen den Kern der russischen Unterwasserflotte im 21. Jahrhundert bilden. 

    Der feierliche Dienstantritt fand am Donnerstag in der Sewmasch-Werft im nordrussischen Sewerodwinsk im Beisein des neuen Verteidigungsministers Sergej Schoigu statt.

    Die „Juri Dolgoruki“ sollte zuerst im Juni in den Bestand der Marine aufgenommen werden. Der Termin wurde dann auf Oktober und dann auf Dezember verschoben. Im November sagte der damalige Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow, dass sich der Dienstantritt in das Jahr 2013 verschiebe. Bis 2020 will Russland acht Atom-U-Boote der Borej-Klasse bauen.

    Die „Juri Dolgoruki“ ist 170 Meter lang und 13,5 Meter breit und kann auf bis zu 29 Knoten beschleunigen. Die maximale Tauchtiefe beträgt bei einer Wasserverdrängung von 24 000 Tonnen 450 Meter. Die 107 Mann starke Besatzung kann bis zu 100 Tage lang unter Wasser bleiben, ohne aufzutauchen. Bewaffnet ist das U-Boot mit zwölf Bulawa-Interkontinentalraketen. Jede dieser Raketen kann gleichzeitig bis zu zehn Ziele mit Atomsprengköpfen angreifen.

    Bei der Bulawa (Nato-Code: SS-NX-30) handelt es sich um eine U-Boot-gestützte, 36,8 Tonnen schwere Dreistufen-Feststoffrakete, die mit sechs bis zehn individuell lenkbaren Überschall-Gefechtsköpfen mit einer Sprengkraft von je 100 bis 150 Kilotonnen bestückt werden kann und eine Reichweite von bis zu 8000 Kilometern hat. Die Rakete wurde seit 2004 getestet. Mehr als ein Drittel der Teststarts schlugen fehl. Nach Expertenangaben ist die Bulawa in der Lage, jedes der gegenwärtig existierenden Abwehrsysteme zu durchbrechen.

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