13:06 23 September 2017
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    Japan ortet russische Kampfjets in seinem Luftraum

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    Japan wirft Russland vor, mit Kampfjets in den japanischen Luftraum eingedrungen zu sein. Das russische Militär, das in der Region eine Übung abhält, weist den Vorwurf zurück.

    Japan wirft Russland vor, mit Kampfjets in den japanischen Luftraum eingedrungen zu sein. Das russische Militär, das in der Region eine Übung abhält, weist den Vorwurf zurück.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Tokio haben zwei Jagdflugzeuge vom Typ Su-27 am Donnerstagnachmittag südlich der Insel Rishiri den japanischen Luftraum verletzt. Die beiden Jets sollen sich 71 Sekunden lang im japanischen Luftraum befunden haben. Die japanische Luftwaffe habe ihre Abfangjäger alarmiert. Japan hat gegen Russland offiziell Protest eingereicht, hieß es.

    Das russische Militär bestätigte, dass Seeflieger über dem Nordpazifik Übungsflüge geflogen seien, ohne jedoch den japanischen Luftraum verletzt zu haben. Am 7. Februar haben U-Boot-Jagdschiffe über dem Ochotskischen Meer und im Raum der Südkurilen den Unwetter-Flug trainiert, teilte Roman Martow, Sprecher des russischen Militärbezirks Ost, am Donnerstag mit. Alle Flüge seien in strikter Übereinstimmung mit den internationalen Flugregeln erfolgt, ohne dass die Luftgrenzen anderer Staaten verletzt worden seien.

    Die russischen Streitkräfte haben am Mittwoch im Raum der Kurileninsel eine Übung begonnen, an der Luftwaffe, Marine und Grenzschutz teilnehmen.

    Die Kurilen sind eine etwa 1200 Kilometer lange Ansammlung von mehr als 30 größeren und kleineren Inseln. Sie liegen zwischen der russischen Halbinsel Kamtschatka und der japanischen Insel Hokkaido. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel der gesamte Inselbogen an die Sowjetunion, was völkerrechtlich festgehalten wurde. Dennoch hält Japan die südlichen Kurilen-Inseln Iturup, Kunaschir, Schikotan und die unbewohnte Inselgruppe Habomai für unrechtmäßig besetzt und fordert deren Rückgabe.

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