07:10 17 Dezember 2017
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    Russisches Verteidigungsministerium lässt Spionage-Satelliten für 1,75 Mrd. Euro bauen

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    Das russische Verteidigungsministerium hat fünf neue Spionage-Satelliten bestellt. Den fast 70 Milliarden Rubel (1,75 Milliarden Euro) teueren Auftrag erhielt das Raumfahrtunternehmen NPO Lawotschkin, berichtet die Tageszeitung „Iswestija“.

    Das russische Verteidigungsministerium hat fünf neue Spionage-Satelliten bestellt. Den fast 70 Milliarden Rubel (1,75 Milliarden Euro) teueren Auftrag erhielt das Raumfahrtunternehmen NPO Lawotschkin, berichtet die Tageszeitung „Iswestija“.

    Lawotschkin-Generaldirektor Viktor Chartow teilte der Zeitung mit, dass sein Unternehmen zunächst nur die Satelliten selbst bauen und die gesamte Nutzlast bei ausländischen Herstellern bestellen werde, wie es bei den meisten russischen Kommunikationssatelliten der Fall sei. „Wir wollen aber den Anteil der russischen Technologien an der Nutzlast schrittweise erhöhen, (…) um, nachdem dieses Projekt umgesetzt ist, solche Apparate völlig selbständig bauen zu können.“

    Ein Roskosmos-Sprecher teilte der „Iswestija“ mit, dass der europäische Konzern EADS, die italienische Firma Thales Alenia Space und die israelische Israel Aerospace Industries als mögliche Zulieferanten in Frage kämen.

    Die neuen Satelliten sollen eine Auflösung von unter einem Meter haben und Autokennzeichen und sogar Menschengesicher auf der Erde erkennen können. In Russland werden seit dem Untergang der Sowjetunion keine solchen Aufklärungsapparate mehr gebaut, so die Zeitung.