22:41 17 Dezember 2017
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    Südkorea plant für Juli Aufstellung seines Flugabwehrsystems

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    Zuspitzung der Lage auf der Halbinsel Korea (161)
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    Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel will Südkorea im Juli mit der Stationierung seines Luft- und Raketenabwehrsystems beginnen, wie die Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch unter Berufung auf inoffizielle Informationen aus Militärkreisen meldet.

    Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen auf der Koreanischen Halbinsel will Südkorea im Juli mit der Stationierung seines Luft- und Raketenabwehrsystems beginnen, wie die Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch unter Berufung auf inoffizielle Informationen aus Militärkreisen meldet.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Die Entwicklung des südkoreanischen Flugabwehrsystems mit der Abkürzungsbezeichnung KAMD (Korea Air and Missile Defense) hatte im Jahr 2006 begonnen, als Seoul es abgelehnt hatte, sich dem globalen Raketenabwehrsystem der USA anzuschließen. 

    Bei den wichtigsten KAMD-Teilen handelt es sich um einen Radar Green Pine Block B aus israelischer Produktion, ein US-Frühwarnsystem Peace Eye, Aegis-Kampfsysteme und US-amerikanische Flugabwehrraketen Patriot.

    Die Kommandozentrale des KAMD hätte Ende 2012 eingerichtet werden sollen. Aber wegen Störungen beim Testen des Systems musste der Termin auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. 

    „Das System analysiert die von US-Satelliten eines Raketenfrühwarnsystems gesendeten Informationen und übermittelt sie an die mit Patriot-Raketen ausgerüsteten Teile des Flugabwehrsystems. Nach dem Testabschluss wird das System voraussichtlich im Juli stationiert“, zitiert Yonhap einen ranghohen südkoreanischen Militär.

    Die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea haben sich in der letzten Zeit deutlich verschlechtert. Anfang April war die Vermutung aufgekommen, dass Nordkorea den Teststart einer ballistischen Mittelstreckenrakete vom Typ Musudan durchführen kann. Die Raketen dieses Typs sollen eine Reichweite von 3000 bis 4000 Kilometer haben. Wie der Fernsehsender CNN mitteilte, sind die nordkoreanischen Musudan-Raketen bereits mit Treibstoff vollgetankt und könnten ab dem 10. April zu jeder Zeit gestartet werden.

    Laut südkoreanischen Medienberichten vom Mittwoch kann Pjöngjang im Falle eines missglückten Musudan-Startes gleichzeitig mehrere Raketen der Typen „Scud“ und „Nodong“ von verschiedenen Startplätzen in Nordkorea abfeuern.

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