15:11 22 August 2017
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    Chef russischer Luftlandetruppen: Einheimische Drohnen-Produktion wird forciert

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    Das Oberkommando der Luftlandetruppen Russlands will in drei bis fünf Jahren Drohnen-Einheiten in allen Luftsturmkompanien haben. Das teilte Generaloberst Wladimir Schamanow, Chef der russischen Luftlandetruppen, am Freitag Journalisten mit.

    Das Oberkommando der Luftlandetruppen Russlands will in drei bis fünf Jahren Drohnen-Einheiten in allen Luftsturmkompanien haben. Das teilte Generaloberst Wladimir Schamanow, Chef der russischen Luftlandetruppen, am Freitag Journalisten mit.

    „Solche Einheiten gibt es bereits in der Struktur von Späh- und Sondereinheiten, in der Artillerie und bei der Luftabwehr der Luftlandetruppen“, führte Schamanow weiter aus. „Wir wollen nun der internationalen Praxis folgen und die Drohnen-Komponente in unseren Truppen entwickeln.“

    Zuvor hatte das Verteidigungsministerium israelische Drohnen gekauft, was die Herstellung einheimischer Apparate anspornte.

    „Leider hat es bei der Aufnahme der einheimischen Drohnenproduktion eine Verzögerung gegeben. Die Luftlandetruppen sind bereit, ihre Infrastruktur für die Tests von Versuchsmustern dieser Technik bereitzustellen und diese zu begutachten.“

    Im Januar war dem Chef der Luftlandetruppen das Drohnensystem „Iskatel“ vorgestellt worden. Es besteht aus einer Basisstation, die sich in einem Rucksack transportieren lässt, einem Kleincomputer, auf dessen Monitor Bilder von den Drohnenkameras übertragen werden und von dem aus die Flugapparate gesteuert werden, und zwei Drohnen des Typs T-4, die jeweils 1,3 Kilogramm wiegen.

    Ein solcher Apparat lässt sich manuell starten und hat eine Flugdauer von 40 Minuten. Optimale Bilder liefert er zwar aus 200 Meter Höhe, er kann aber 4 000 Meter hoch steigen.

    Der Wert eines „Iskatel“-Komplexes mit zwei Drohnen wird auf umgerechnet 100 000 US-Dollar geschätzt.

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