11:20 26 September 2017
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    Experte: US-Vorschlag über atomare Abrüstung ungünstig für Russland

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    Militär
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    Der in der Botschaft von US-Präsident Barack Obama an seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin enthaltene Vorschlag über einen beiderseitigen Abbau der Atompotentiale ist laut dem Vizechef der Militär-Industrie-Kommission bei der russischen Regierung, Juri Michailow, unvorteilhaft für Russland und lässt die Überlegenheit der USA im Bereich der hochpräzisen Waffen zur Geltung kommen.

    Der in der Botschaft von US-Präsident Barack Obama an seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin enthaltene Vorschlag über einen beiderseitigen Abbau der Atompotentiale ist laut dem Vizechef der Militär-Industrie-Kommission bei der russischen Regierung, Juri Michailow, unvorteilhaft für Russland und lässt die Überlegenheit der USA im Bereich der hochpräzisen Waffen zur Geltung kommen.

    „Somit wird faktisch versucht, das russische Atompotential zu verringern“, sagte Michailow am Montag im Radiosender „Echo Moskwy“.
    Russland könnte sich dazu erst dann entschließen, wenn es über die „erforderliche Menge an hochpräzisen Waffen“ verfügen werde, fügte er an.

    Die am 15. April von Obamas  Sicherheitsberater Tom Donilon überbrachte Botschaft enthält Vorschläge zur Erweiterung der handelswirtschaftlichen Zusammenarbeit und behandelt Fragen der militärtechnischen Kooperation, einschließlich der Raketenabwehr-  und der Kernwaffenproblematik.

    Laut der Zeitung „Kommersant“ geht es in der Botschaft ferner darum, dass Russland und die USA „ein Rahmenabkommen über eine weitere Reduzierung ihrer Atompotentiale abschließen könnten“.  Obama rechne dabei damit, die grundlegenden Vereinbarungen bereits 2013 erzielen zu können.

    Das gültige Abkommen über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen (Start-3-Vertrag) war im April 2010 geschlossen worden. Es sieht eine Reduzierung der Gesamtzahl der Gefechtsköpfe innerhalb von sieben Jahren um ein Drittel und der Träger um die Hälfte vor.

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