04:33 22 September 2017
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    Russisches Militär löst Übungsalarm an West-Grenze aus

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    Nach dem Überraschungsmanöver am Schwarzen Meer stellt das russische Verteidigungsministerium nun die Bereitschaft der Armee, eine Bedrohung aus dem Westen abzuwehren, auf den Prüfstein.

    Nach dem Überraschungsmanöver am Schwarzen Meer stellt das russische Verteidigungsministerium nun die Bereitschaft der Armee, eine Bedrohung aus dem Westen abzuwehren, auf den Prüfstein.

    Am frühen Montagmorgen wurde eine neue Alarmübung ausgelöst. Alarmiert wurden die Truppen der Luft- und Weltraumverteidigung und die Fernflieger aber auch die Luftwaffen- und Luftabwehreinheiten des Militärbezirks West.

    Die Truppen werden einen Luft- und Weltraumangriff abwehren. Zudem sind Raketenstarts auf dem Schießplatz Aschuluk im südrussischen Gebiet Astrachan geplant. An der dreitägigen Übung nehmen 8700 Soldaten teil; 185 Kampfjets und 240 Panzer und Panzerwagen sind im Einsatz, wie Generalstabschef Waleri Gerassimow am Montag mitteilte.

    Die Alarmübung wurde von Verteidigungsminister Sergej Schoigu befohlen und soll „maximal transparent“ sein. Das Militär soll alle acht Stunden über den Ablauf der Übung informieren und den Medien „die gesamte zulässige Information“ bereitstellen, „um Gerüchte zu vermeiden“, ordnete der Verteidigungsminister an.

    Der russische Generalstab hatte im Februar – erstmals seit 20 Jahren – einen Übungsalarm ausgelöst, der eine Reihe von Problemen bei der Kampfbereitschaft aufgezeigt hatte.

    Rund einen Monat später ordnete Präsident Wladimir Putin in der Nacht zum 28. März überraschend ein großangelegtes Manöver am Schwarzen Meer an. An der Alarmübung nahmen 30 Schiffe, 250 Panzer, 50 Geschütze sowie etwa 20 Flugzeuge und Hubschrauber teil. Eingreiftruppen, Luftlandetruppen und Spezialeinheiten des Generalstabs mit insgesamt mehr als 7000 Mann waren im Einsatz. Das Militär übte in der Region, in der in weniger als einem Jahr die Olympischen Winterspiele 2014 ausgetragen werden sollen. Wie es damals hieß, soll die Kampfbereitschaft der Streitkräfte weiter mit Übungsalarmen überprüft werden.