12:09 29 September 2016
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Angst vor Datenklau: Russischer Geheimdienst wechselt zu Schreibmaschinen zurück

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Nach den Enthüllungen des ehemaligen CIA-Mitarbeiters Edward Snowden hat der FSO beschlossen, Geheimakten wieder mit Schreibmaschinen zu verfassen. Hierfür hat der für die Sicherheit der Regierungsmitglieder zuständige Geheimdienst bereits 20 Schreibmaschinen bestellt, wie die Tageszeitung „Iswestija“ am Donnerstag berichtet.

Nach den Enthüllungen des ehemaligen CIA-Mitarbeiters Edward Snowden hat der FSO beschlossen, Geheimakten wieder mit Schreibmaschinen zu verfassen. Hierfür hat der für die Sicherheit der Regierungsmitglieder zuständige Geheimdienst bereits 20 Schreibmaschinen bestellt, wie die Tageszeitung „Iswestija“ am Donnerstag berichtet.

Der Auftrag mit einem Wert von umgerechnet 11500 Euro wurde auf einem Regierungsportal veröffentlich. Ein FSO-Sprecher teilte der Zeitung mit, dass Papier sicherer als elektronische Datenverarbeitungstechnik sei. Nach der Veröffentlichung von Geheimunterlagen durch WikiLeaks, den Enthüllungen von Edward Snowden und nach dem Abhörskandal beim G20-Gipfel in London sei beschlossen worden, die Anwendung von Papierunterlagen zu erweitern. Nach Angaben der Zeitung kauft der FSO Schreibmaschinen vom Typ Triumph-Adler Twen 180.

Das FSO-Presseamt verweigerte dazu jeden Kommentar. Sicherheitsexperten verweisen jedoch darauf, dass Geheimdienste vieler Staaten Schreibmaschinen verwenden. Anders als elektronische Drucker hat jede Schreibmaschine ihre unnachahmliche Schrift, so dass Experten leicht ermitteln können, mit welcher Schreibmaschine die jeweilige Unterlage geschrieben wurde.

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