04:12 19 Januar 2019
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    Atomstreit Israel-Iran: Netanjahu bereit zum Alleingang gegen Teheran

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    Atomstreit mit Iran (1447)
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    Israel schließt nicht aus, auch ohne US-Unterstützung zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Kernwaffen kommt, so Premierminister Benjamin Netanjahu in einem Interview mit dem US-Fernsehen.

    Israel schließt nicht aus, auch ohne US-Unterstützung zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Kernwaffen kommt, so Premierminister Benjamin Netanjahu in einem Interview mit dem US-Fernsehen.
     
    Vom neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani, der den Ruf eines Politiker gemäßigten Schlages genießt, sei keine Abkehr von den Atomplänen zu erwarten, sagte Netanjahu in einer Sendung des TV-Kanals CBS.
     
    „Die Strategie Rohanis besteht darin, zu lächeln, während er die Bombe baut. (…) Die Iraner kommen der Bombe immer näher. Man muss ihnen klar zu verstehen geben, dass man es nicht dazu kommen lassen wird“, so der israelische Premier. 
     
    Von der Weltgemeinschaft verlangte Netanjahu härtere Sanktionen, die ihm zufolge mit der Androhung von Militärgewalt zu untermauern sind. 
     
    „Unsere Uhren ticken verschieden schnell. Wir liegen dem Iran näher als die USA und sind verwundbarer. Deshalb werden wir womöglich die Frage, wie der Iran zu stoppen ist, früher lösen müssen, als sich die USA dessen annehmen. Als Israels Premierminister bin ich bereit, alles zu tun, was für den Schutz meines Landes vor einem Regime notwendig ist, das uns mit der Vernichtung droht“, fügte Netanjahu hinzu.
     
    Auf die Frage, wann entschieden werde, ob man den Iran angreifen werde oder nicht, antwortete er: „Ich werde nicht warten, bis es zu spät ist.“
     
    In einer Regierungssitzung am Sonntag hatte Netanjahu die drei von Israel gestellten Kriterien für die Lösung der Iran-Frage wiederholt: Die Einstellung der Urananreicherung, die Ausfuhr aller angehäuften Materialien und die Schließung des unterirdischen Urananreicherungswerkes in der Nähe der Stadt Qom.

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