01:38 11 Dezember 2018
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    Moskau gegen Stationierung taktischer US-Atomwaffen in Nichtnuklearländern

    © Sputnik / Sergey Kasack
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    Die Aufstellung von taktischen Atomwaffen in Nichtnuklearländern durch die USA sprengt laut dem stellvertretenden russischen Verteidigungsminister Anatoli Antonow den Rahmen des Atomwaffensperrvertrags.

    Die Aufstellung von taktischen Atomwaffen in Nichtnuklearländern durch die USA sprengt laut dem stellvertretenden russischen Verteidigungsminister Anatoli Antonow den Rahmen des Atomwaffensperrvertrags.

    Atomwaffen in Nichtnuklearstaaten zu positionieren, „verstößt gegen Artikel 1 und 2 des Atomwaffensperrvertrages“, sagte Antonow. Es gehe dabei um das Verbot für die atomwaffenbesitzenden Staaten, den Nichtnuklearstaaten Atomwaffen zur Verfügung zu stellen bzw. in ihre Verwaltung zu übergeben, sowie um das Verbot für die Nichtnuklearstaaten, Atomwaffen zu erwerben und anzuwenden.

    „Wie nimmt sich das Konzept der gemeinsamen Anwendung von Atomwaffen in dieser Situation aus? Die Nato-Staaten lehnen es ab, dieses Problem zu erörtern. Sie betrachten es als eine innere Angelegenheit der Allianz und glauben, damit keine Bestimmungen des Atomwaffensperrvertrages zu verletzen“, so der Vize-Verteidigungsminister am Mittwoch in Moskau.

    Antonow betonte weiters, dass die in den Nato-Staaten in Europa stationierten taktischen Atomwaffen innerhalb kurzer Zeit an die Grenze Russlands transportiert werden und daher als bedingt strategische Waffen gelten könnten. Im Gegensatz dazu könnten die nichtstrategischen Atomwaffen Russlands nicht innerhalb kurzer Zeit das Territorium der USA erreichen und würden daher keine Bedrohung für die Sicherheit dieses Landes darstellen, so der Vize-Außenminister.

    „Wir wollen sagen, dass die USA und selbstverständlich auch die (anderen) Nato-Länder die Rückführung von US-Atomwaffen auf das nationale Territorium der USA beschließen müssen. Damit nicht genug, es gibt eine Produktions- bzw. eine technologische Infrastruktur, die sich in westeuropäischen Staaten befindet. Wir sind der Meinung, dass diese Infrastruktur vernichtet werden muss“, so der Vize-Außenminister.

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