19:54 15 November 2018
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    Die neuartige seegestützte Interkontinentalrakete des Typs Bulawa (Archivbild)

    Staatliche Tests neuartiger russischer Atom-U-Boote wegen Fehlstart von Bulawa-Rakete eingestellt

    © Foto : Das Pressendienst der russischen Nordflotte
    Militär
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    Bulawa: Chronik der Teststarts (115)
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    Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat die staatliche Erprobung von zwei neuartigen Atom-U-Booten wegen des Fehlstarts einer Bulawa-Rakete eingestellt.

    Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat die staatliche Erprobung von zwei neuartigen Atom-U-Booten wegen des Fehlstarts einer Bulawa-Rakete eingestellt.

    Das teilte das russische Verteidigungsministerium am Samstag mit. "Am Vortag war von Bord der im Weißen Meer untergetauchten 'Alexander Newski' eine Bulawa-Rakete in Richtung Kamtschatka abgefeuert. Zwei Minuten nach dem Start kam es zu einer Panne in Bordsystemen der Rakete", hieß es. Details teilte das Verteidigungsministerium nicht mit.

    Zuvor war geplant worden, fünf Bulawa-Raketen zu erproben, die von Bord der "Alexander Newski" und der "Wladimir Monomach" starten sollten. Nach Schoigus Befehl wurden die Tests bis auf weiteres verschoben.

    Jedes U-Boot hat 16 Feststoff-Raketen vom Typ "Bulawa" (NATO-Code:SS-N-32) mit lenkbaren Gefechtsköpfen an Bord. Ihre Reichweite beträgt bis zu 10 000 Kilometer. Die ersten Erprobungen dieser Rakete waren durch zahlreiche Pannen überschattet: Mehr als die Hälfte der ersten 13 Starts schlug fehl. Das kostete Juri Solomonow, Generaldirektor des Moskauer Instituts für Wärmetechnik, in dem die Rakete entwickelt wurde, seinen Posten. Eine weitere Testserie ging 2010/2011 erfolgreich zu Ende, worauf die Bulawa-Rakete der russischen Kriegsmarine empfohlen wurde.

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