06:12 21 Juli 2018
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    Kreml schließt Änderung seiner Position zu Syrien nicht aus

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    C-Waffen in Syrien (598)
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    Der Kreml hat eine Änderung seiner Position zu Syrien nicht ausgeschlossen.

    Der Kreml hat eine Änderung seiner Position zu Syrien nicht ausgeschlossen.

    „Russland könnte seine Position zu Syrien ändern, wenn es klar auf der Hand liegt, dass Präsident Baschar al-Assad betrügt“, sagte der Chef der russischen Präsidialverwaltung, Sergej Iwanow, am Samstag in Stockholm in der 10. Konferenz des Londoner internationalen Instituts für strategische Studien. Das alles sei aber „theoretisch und hypothetisch“. „Aber wenn wir sicher sind, dass Assad lügt, könnten wir unsere Einstellung ändern.“

    Iwanow schlug vor, sich über noch ein theoretisches Szenario Gedanken zu machen, falls sich herausstellt, dass Kampfstoffe in Syrien sowohl vom offiziellen Damaskus als auch von der Opposition eingesetzt worden waren. Russland werde aber in jedem Fall ausschließlich mit diplomatischen Mitteln vorgehen, sagte der Beamte.

    „Der Kreml rechnet damit, dass der Standort aller C-Waffen-Depots in Syrien binnen einer Woche bekannt sein wird. Wir dürfen nicht vergessen, dass er (Assad) nicht das gesamte Territorium (Syriens) kontrolliert. Wir wissen immer noch nicht, wo sich die Chemiewaffenvorräte geographisch befinden“, fuhr Iwanow fort.

    Der Syrien-Konflikt werde früher oder später zu Ende gehen. „Man sollte auch darüber nachdenken, wo sich Bewaffnete, darunter auch Terroristen, absetzen werden, die ihre Waffen noch aus libyschen Arsenalen erhalten hatten. Sie werden nicht verschwinden, sie werden ihre Waffen weiter einsetzen“, warnte Iwanow.

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