08:12 21 Juli 2018
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    Kremlfunktionär zu Raketen-Fund in Syrien: Sowjet-Raketen weltweit verbreitet

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    C-Waffen in Syrien (598)
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    Veraltete sowjetische Raketen sind nach Darstellung des ranghöchsten Kremlfunktionärs durch die ganze Welt verstreut.

    Veraltete sowjetische Raketen sind nach Darstellung des ranghöchsten Kremlfunktionärs durch die ganze Welt verstreut.

    So kommentierte der Chef der russischen Präsidialverwaltung, Sergej Iwanow, den Fund eines Teils des Triebwerks einer Rakete in Syrien, das mit kyrillischen Buchstaben markiert war. „Ich muss unterstreichen, dass es sich um eine Boden-Boden-Rakete sowjetischer Bauart aus den 1950er-1960er Jahren handelt“, sagte Iwanow in der großen Samstag-Nachrichtensendung des TV-Kanals Rossija 1, die bereits im Fernen Osten ausgestrahlt wurde.

    „Die Produktion solcher Raketen wurde in den 1960er Jahren eingestellt. Damals hatten die Sowjetunion und ihre osteuropäischen Partner nicht lizenzierte sowjetische Waffen an dutzende Länder geliefert… Ich kann vermuten, dass sich solche Raketen hätten auch in Libyen befinden können, wo Depots während der sogenannten demokratischen Revolution einfach geplündert wurden. Aber eins steht hundertprozentig fest: Die Sowjetunion hatte Sarin-Gefechtsköpfe nie an Syrien geliefert“, betonte der frühere Verteidigungsminister Iwanow.

    Das sei deshalb unmöglich gewesen, weil die Sowjetunion damals bereits Mitglied der Organisation für ein Verbot chemischer Waffen gewesen sei. „Es ist aber doch ganz einfach, eine alte Rakete mit einem neuen Gefechtskopf auszustatten. Das wäre ein durchaus logisches und mögliches Szenario.“

    Iwanow zufolge waren an die betroffene Trägerrakete große Behälter angebracht worden, die Sarin-Spuren aufwiesen. „Das ist ganz eindeutig ein primitives Fabrikat, denn keine einzige Armee in der Welt nutzt derartige Behälter“, betonte er.

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