08:20 23 August 2017
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    Rasmussen für Überwindung von Meinungsverschiedenheiten mit Russland zu Raketenabwehr

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat sich am Mittwoch für eine Fortsetzung der Raketenabwehr-Verhandlungen mit Russland zur Überwindung der gegenseitigen Meinungsverschiedenheiten ausgesprochen.

    Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat sich am Mittwoch für eine Fortsetzung der Raketenabwehr-Verhandlungen mit Russland zur Überwindung der gegenseitigen Meinungsverschiedenheiten ausgesprochen.

    „Wir müssen die Verhandlungen aufrichtig fortsetzen, um unsere Meinungsverschiedenheiten zu überwinden“, sagte Rasmussen nach einer Sitzung des Russland-Nato-Rates auf Ebene der Verteidigungsminister unter Teilnahme des russischen Verteidigungsministers Sergej Schoigu.

    Wie der russische Nato-Botschafter Alexander Gruschko früher RIA Novosti mitgeteilt hatte, will die Nordatlantische Allianz Russland bei der europäischen Raketenabwehr ihre Bedingungen aufzwingen.

    „In der Tat. Es gibt keinen Fortschritt. Unsere Initiativen, die auf ein konstruktives Zusammenwirken mit den USA und der Nato auf dem Gebiet der Raketenabwehr abzielen, sind wohl bekannt. Wir sind zu einer Zusammenarbeit bereit. Aber das Problem ist, dass wir zur Zusammenarbeit ausschließlich zu jenen Bedingungen aufgerufen werden, die die Allianz ausarbeitet“, so der Botschafter.

    Dabei würden die russischen Besorgnisse entweder nicht in vollem Maße berücksichtigt oder würde vorgeschlagen, sie mit Methoden zu beseitigen, deren Wirksamkeit Russland ernsthaft bezweifle.

    Zugleich gehe die Arbeit sowohl im bilateralen russisch-amerikanischen Format als auch im Russland-Nato-Rat weiter.

    „Das Wichtigste ist, zuverlässige Garantien zu sichern, dass die strategische Stabilität nicht unterminiert und vor allem das Raketenabwehrsystem nicht gegen die russischen Kernwaffenkräfte gerichtet wird“, unterstrich der Botschafter.

    Ein Kompromiss zur Raketenabwehr sei zweifellos möglich, sagte Gruschko.

    „Dafür wird die reale Bereitschaft nötig sein, den gegenseitigen Interessen Rechnung zu tragen und am Prinzip der unteilbaren und gleichen Sicherheit konsequent festzuhalten“, hieß es.

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