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15:49 14 Oktober 2019
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    Russisches Militär stellt Eisbrecher-Verband für Patrouillen in der Arktis auf

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    Russland erschließt Arktis (171)
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    Russland, das nach mehr als 20 Jahren wieder in der Arktis militärisch präsent ist, stellt bis zum Jahr 2014 laut Verteidigungsminister Sergei Schoigu einen Verband aus eisgängigen Patrouillenschiffen auf, um die wichtige Transportader zu schützen.

    Russland, das nach mehr als 20 Jahren wieder in der Arktis militärisch präsent ist, stellt bis zum Jahr 2014 laut Verteidigungsminister Sergei Schoigu einen Verband aus eisgängigen Patrouillenschiffen auf, um die wichtige Transportader zu schützen.

    „Ich hoffe, wir werden bis 2014 zusätzliche Möglichkeiten für den Güterverkehr in der Arktis und für die Unterstützung der Schifftransporte auf arktischen Routen finden“, sagte Schoigu am Mittwoch. Zudem solle neue Technik für das Heer gebaut werden. Die Naturressourcen der Arktis seien für Russland von strategischer Bedeutung, sagte der Minister weiter. Deshalb werde das militärische Potenzial für den Schutz der Interessen in dieser Region weiter gestärkt. Unter anderem würden die Flug- und Seehäfen auf Franz-Josef-Land und auf der Insel Nowaja Semlja modernisiert werden.

    Die russische Kriegsmarine hatte im September nach mehr als 20 Jahren Pause die Patrouillen in der Arktis wiederaufgenommen. Wie es damals aus Moskau hieß, ist die Wiederaufnahme der militärischen Präsenz die erste Etappe bei der von Präsident Wladimir Putin angeordneten Entwicklung der Nordostpassage und der anliegenden arktischen Gebiete. Im Oktober nahm der vernachlässigte Flugplatz Temp auf den Neusibirischen Inseln den Betrieb wieder auf.

    Die Rivalität um die Arktis, wo laut Expertenschätzungen mehr als ein Viertel der weltweiten Öl- und Gasreserven liegen, hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Um die reich gefüllte Naturschatzkammer buhlen Russland, die USA, Kanada, Großbritannien und andere Anrainerstaaten. Viele von ihnen kündigten die Aufstellung von Schiffsverbänden für Polfahrten an. Russland hatte als erster Arktis-Anrainer bei der UN-Kommission für die Grenzen des Kontinentalschelfs eine Abgrenzung seines Festlandssockels beansprucht.

    Mehr als ein Fünftel des russischen Landesgebietes liegt in der Arktis-Zone. Dort leben rund 2,3 Millionen Menschen (1,6 Prozent der Gesamtbevölkerung Russlands) – statistisch gesehen 0,63 Menschen pro Quadratkilometer.

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