20:27 17 Oktober 2018
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    NATO: Russische Gegenmaßnahmen zum europäischen Raketenschild unnütze Geldverschwendung

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    US-Raketenabwehr rund um Russland (623)
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    Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat mögliche russische Gegenmaßnahmen zu der Raketenabwehr, die die Nato in Europa schafft, als unnütze Geldvergeudung bezeichnet.

    Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat mögliche russische Gegenmaßnahmen zu der Raketenabwehr, die die Nato in Europa schafft, als unnütze Geldvergeudung bezeichnet.

    „Ich wiederhole, dass unser Raketenabwehrsystem ausschließlich defensiv ist. Es schützt die Bevölkerung unserer Länder vor Raketenschlägen. Unser System richtet sich in keiner Weise gegen Russland und deshalb sind Gegenmaßnahmen nicht gerechtfertigt. Außerdem wird das eine unnütze Ausgabe von Geld sein, weil wir keinerlei Absicht haben, Russland anzugreifen“, sagte Rasmussen zu Journalisten am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. 

    Die Stationierung von Raketensystemen des Typs Iskander im Gebiet Kaliningrad ist noch nicht beschlossen, sagte Präsident Wladimir Putin am Donnerstag bei seiner traditionellen großen Pressekonferenz.  

    Zuvor hatten deutsche Medien von einer Stationierung von Iskander-Raketen in der russischen Exklave an der Ostsee geschrieben.   

    „Ich möchte vor allem darauf aufmerksam machen, dass  wir einen solchen Beschluss vorerst nicht getroffen haben. Sie sollen sich wieder beruhigen“, so Putin. 

    Die Iskander-Raketensysteme „sind nicht das einzige Mittel zu unserem Schutz und nicht die einzige Reaktion auf die Bedrohungen, die wir um uns herum sehen“, fügte er hinzu. 

    Russlands Vertreter hätten „oft davon gesprochen, dass der Raketenschild eine Bedrohung für uns und unser Kernwaffenpotential darstellt“, so Putin. 

    „So oder anders werden wir darauf reagieren müssen. Davon, dass eine Variante des Reagierens die Stationierung von Iskander-Systemen im Gebiet Kaliningrad sei, hat noch mein Vorgänger (Dmitri Medwedew) gesprochen. Insofern gibt es hier nichts Neues.“ 

    Das Verteidigungsministerium Russlands hatte vor einigen Tagen bekannt gegeben, dass die Stationierungsorte der Iskander-Raketendivisionen auf dem Territorium des Militärbezirks West keinen internationalen Abkommen widersprechen würden. Eine konkrete Region, in der die Divisionen nach Angaben der Militärs stationiert sind, wurde dabei nicht genannt.

    Am Mittwoch verwies Verteidigungsminister Sergej Schoigu darauf, dass die Iskander-Systeme dort stationiert werden, wo es die Landesführung für nützlich hält.

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