23:01 19 Juli 2018
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    Vernichtung syrischer C-Waffen: Norwegische und dänische Schiffe wieder einsatzbereit

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    C-Waffen in Syrien (598)
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    Nach dem aufgeschobenen Abtransport der gefährlichsten syrischen Chemiewaffen werden norwegische und dänische Schiffe am Freitag Medienberichten zufolge wieder zur syrischen Küste aufbrechen.

    Nach dem aufgeschobenen Abtransport der gefährlichsten syrischen Chemiewaffen werden norwegische und dänische Schiffe am Freitag Medienberichten zufolge wieder zur syrischen Küste aufbrechen.

    Die Schiffe werden die gefährliche Ladung an Bord nehmen, um sie dann nach Italien zu bringen, wo sie an Bord eines US-amerikanischen Spezialschiffes umgeschlagen werden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag meldete. Zuvor war geplant worden, den Abtransport bis zum 31. Dezember abzuschließen. Die Operation musste aber wegen einiger Sicherheitsfaktoren, logistischer Probleme und schlechter Wetterbedingungen bis auf weiteres aufgeschoben werden. Der Schiffsverband musste in den zyprischen Hafen Limassol zurückkehren.

    Der Befehlshaber der dänischen Gruppierung, Torben Mikkelsen, teilte mit, dass die Schiffe unweit der syrischen Territorialgewässer auf den Befehl warten werden, mit der Operation im syrischen Hafen von Latakia zu beginnen.

    Unterdessen schlossen die USA die Vorbereitung des Spezialschiffes „Cape Ray“ auf die Entsorgung syrischer Kampfstoffe ab. Das Schiff befindet sich AFP zufolge derzeit in einer Werft im US-Bundesstaat Virginia. An Bord ist ein vom Pentagon entwickeltes Hydrolyse-System zur Neutralisierung von C-Waffen-Komponenten installiert.

    Laut Plan sollen etwa 700 Tonnen der gefährlichsten Stoffe in einem italienischen Hafen an Bord der „Cape Ray“ umgeschlagen werden. Italienischen Medien zufolge handelt es sich möglicherweise um den Hafen Gaeta 110 Kilometer südlich der Hauptstadt Rom.

    Die von dänischen und norwegischen Schiffen gebrachten Stoffe werden dann im Mittelmeer entsorgt. Der Ort wird streng geheim gehalten. Nach Schätzung des Pentagon nimmt die Operation zwischen 45 und 90 Tage in Anspruch. Die „Cape Ray“ hat 35 Besatzungsmitglieder. An Bord werden auch 63 Chemieexperten sein.

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