20:34 22 August 2017
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    Chemiewaffen

    Firmen aus elf Staaten buhlen um Entsorgung syrischer Kampfstoffe

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    C-Waffen in Syrien (598)
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    Unternehmen aus elf Staaten haben bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) Anträge auf die Entsorgung der syrischen Kampfstoffe gestellt.

    Unternehmen aus elf Staaten haben bei der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) Anträge auf die Entsorgung der syrischen Kampfstoffe gestellt.

    Wie aus einer Erklärung der Organisation hervorgeht, wurden die Anträge bis Sonntag entgegengenommen. Um den Zuschlag bewerben sich chemische Unternehmen unter anderem aus Russland, Deutschland, der Schweiz, den USA und China.

    Ein oder mehrere Sieger sollen bis Anfang Februar bestimmt werden, nachdem die technischen und finanziellen Aspekte der Anträge untersucht worden sind. Der Auftrag besteht in der Vernichtung der weniger gefährlichen Kampfstoffe aus dem syrischen C-Waffenarsenal.  Besonders gefährliche Bestandteile des syrischen Chemiewaffenarsenals sollen auf einem speziell umgebauten US-Schiff auf hoher See neutralisiert werden.

    In Syrien dauern seit März 2011 Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern an, bei denen laut UN-Angaben bereits mehr als 115.000 Menschen getötet worden sind.  Die Konfliktgegner beschuldigten sich mehrmals gegenseitig, chemische Waffen eingesetzt zu haben.

    Die syrische Regierung erklärte sich im September bereit, all ihre Chemiewaffen-Vorräte unter internationaler Kontrolle vernichten zu lassen. Ende Oktober teilte die OPCW mit, dass alle Produktionsstätten für C-Waffen in Syrien bereits zerstört und alle chemischen Waffen der syrischen Regierung sicher versiegelt seien. Sie sollen ins Ausland gebracht und bis Juli 2014 vernichtet werden.

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