04:43 20 Juli 2018
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    Israel enttäuscht über schwache internationale Reaktion auf Waffenstopp vor Afrika-Küste

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    Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hat die vor der afrikanischen Küste gestoppte Raketenfracht besichtigt und der Weltgemeinschaft vorgeworfen, die Bedrohungen von Seiten des Iran zu ignorieren, der hinter der versuchten Waffenlieferung an die palästinensischen Extremisten stehen soll.

    Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hat die vor der afrikanischen Küste gestoppte Raketenfracht besichtigt und der Weltgemeinschaft vorgeworfen, die Bedrohungen von Seiten des Iran zu ignorieren, der hinter der versuchten Waffenlieferung an die palästinensischen Extremisten stehen soll. 

    Im Rotmeerhafen Eilat, wo die sichergestellten Waffen - 40 Boden-Boden-Raketen, 180 Granatwerfergeschosse und 400 000 MPi-Patronen -ausgestellt sind, äußerte Netanjahu am Montag seine Enttäuschung sowohl über das Fehlen einer harten internationalen Reaktion auf den Waffenschmuggel als auch über eine Erwärmung der Beziehungen zwischen den Großmächten und dem Iran, die ihre Verhandlungen über die Beilegung des Atomproblems wieder aufgenommen hatten. 

    „Das Ignorieren der Aufbringung eines Schiffes mit Waffen an Bord durch die Völkergemeinschaft ist ein weiteres Anzeichen der Epoche der Heuchelei, in der wir leben. Im besten Fall war die Reaktion auf die Nachricht über ein Schiff mit todbringenden Waffen an Bord eine leichte Kritik - und das nur in seltenen Fällen“, so Netanjahu. Vertreter des Westens hätten den iranischen Toppolitikern in Teheran die Hand gedrückt, während die sichergestellten Raketen in Eilat entladen worden seien, sagte der israelische Premier in Bezug auf den jüngsten Besuch der EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton in der iranischen Hauptstadt.

    „Die Heuchelei ist nicht nur aus moralischer Hinsicht unannehmbar, sondern auch gefährlich. Der Iran hat versucht, eine todbringende Waffenlieferung in gleicher Weise zu verheimlichen, wie er dies mit seinem  militärischen Nuklearprogramm tut“, sagte der israelische Premier.

    Netanjahu kritisiert regelmäßig die Zwischenvereinbarungen zum iranischen Atomproblem und ruft die sechs vermittelnden Großmächte auf, die Bedingungen eines endgültigen Abkommens zu verhärten.

    Der Iran bestreitet jegliche Verbindung zu den Waffen an Bord des Frachters „Klos-C“, den die israelische Marine rund 1500 Kilometer von der israelischen Küste entfernt gestoppt hatte. Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff war aus dem Iran unterwegs.

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