01:15 11 Dezember 2016
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    Ukraine-Krise: Zahl der Toten in Odessa auf 46 gestiegen

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Die Zahl der Toten bei den jüngsten blutigen Ausschreitungen in der südukrainischen Stadt Odessa ist auf 46 gestiegen. In der Nacht seien zwei Schwerverletzte gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft von Odessa am Samstag mit.

    Die Zahl der Toten bei den jüngsten blutigen Ausschreitungen in der südukrainischen Stadt Odessa ist auf 46 gestiegen. In der Nacht seien zwei Schwerverletzte gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft von Odessa am Samstag mit.

    Bei den Ausschreitungen in der Stadt waren am Vortag 44 Menschen ums Leben gekommen und rund 200 verletzt worden. Die ukrainische Justiz leitete zehn Strafverfahren ein.

    Am Freitag kam es zu Ausschreitungen zwischen den Anhängern der Föderalisierung sowie Fußballfans und Schlägern des radikalen Rechten Sektors. Die Extremisten steckten ein Zeltlager der Aktivisten, wo Unterschriften für ein Referendum über die Zukunft des Gebiets Odessa gesammelt wurden, in Brand. Mehrere Aktivisten versteckten sich im benachbarten Gewerkschaftshaus. Die Angreifer versperrten alle Ausgänge aus dem Gebäude und bewarfen es mit Molotow-Cocktails.

    Bis zu 40 Menschen verbrannten bei lebendigem Leibe oder starben beim Sprung aus dem Gebäude. Aktivisten, denen es gelang, sich aus den Flammen zu retten, wurden brutal niedergeschlagen. Die Sicherheitskräfte sahen tatenlos zu. Der Gouverneur des Gebiets Odessa verteidigte das Vorgehen der Schläger als rechtmäßig.

    Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin erklärte, Moskau erwarte vom Westen, der die Kiewer Machthaber unter ihre Fittiche genommen habe, eine Verurteilung dieses barbarischen Aktes. „Derartige Aktionen erinnern an Verbrechen der Nazisten, von denen sich die ukrainischen Ultranationalisten inspirieren lassen“, betonte der russische Topdiplomat.

    Moskau bezeichnete die Tragödie in Odessa als Ausdruck der „verbrecherischen Verantwortungslosigkeit“ der ukrainischen Machthaber. Das russische Außenamt rief Kiew und seine westlichen Gönner auf, der Gewaltwillkür ein Ende zu setzen.

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