16:40 23 Januar 2019
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    Ostukraine: Volkswehr spricht von hunderten getöteten ukrainischen Soldaten in Slawjansk

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    Die ukrainische Armee und die Nationalgarde haben beim jüngsten Sturm auf die Stadt Slawjansk im Osten der Ukraine „hunderte, ja sogar tausende Soldaten“ an Toten verloren. Das erklärte der Kommandeur des Volkswehr-Bataillons „Wostok“, Alexander Chodakowski, am Dienstag in Donezk.

    Die ukrainische Armee und die Nationalgarde haben beim jüngsten Sturm auf die Stadt Slawjansk im Osten der Ukraine „hunderte, ja sogar tausende Soldaten“ an Toten verloren. Das erklärte der Kommandeur des Volkswehr-Bataillons „Wostok“, Alexander Chodakowski, am Dienstag in Donezk.

    „Für die Ukraine, die seit 1945 keinen Krieg geführt hat, ist das eine riesige Zahl. Das ist nicht normal, das ist widernatürlich. Diese Zahlen werden verheimlicht. Bei jeder Operation in Slawjansk kommen dutzende Menschen ums leben. Die ukrainischen Medien berichten nicht darüber, um die Öffentlichkeit nicht zu schockieren“, sagte Chodakowski, der zugleich Chef des Sicherheitsdienstes der selbsternannten Volksrepublik Donezk ist. Er rief die Mütter der ukrainischen Soldaten auf, ihre Söhne anzurufen, um sich davon zu überzeugen, dass sie noch leben.

    Am Dienstag wurden aus Slawjansk erbitterte Kämpfe zwischen der Volkswehr und den ukrainischen Sicherheitskräften gemeldet. Kurz davor wurde die Stadt unter Artilleriebeschuss genommen. Die Volkswehr spricht von fünf Toten und etwa zehn Verletzten auf der eigenen Seite sowie vom Abschuss eines Su-25-Kampfjets und eines Mi-24-Hubschraubers der ukrainischen Luftwaffe.

    „Slawjansk nimmt eine nicht allzu große Fläche ein, die Stadt kann mit verhältnismäßig geringen Kräften effektiv verteidigt werden. Die Einnahme von Slawjansk würde die ukrainische Armee teuer zu stehen kommen. Aber was würde es Kiew einbringen bis auf einen politischen Effekt? Dieser politische Effekt könnte dann aber durch einen anderen politischen Effekt durchkreuzt werden: bereits jetzt schon gibt es genug Mütter, die ihre Kinder verloren haben.“

    Chodakowski zufolge sind die schwache Motivation der ukrainischen Armee und die Angst um hohe Verluste der Hauptgrund dafür, dass die Sicherheitskräfte Slawjansk seit eineinhalb Monaten nicht einnehmen können. „Wir haben der ukrainischen Armee den für sie schlimmsten Typ von Krieg aufgezwungen – Stadtkämpfe. Sie (Armee) ist nicht zu diesen Kämpfen bereit.“ Der Kommandeur erinnerte an die Stadt Grosny, die während des Tschetschenien-Krieges drei Jahre lang von den russischen Truppen und tschetschenischen Extremisten umkämpft worden war.

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