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00:32 17 Oktober 2019
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    Pentagon bestätigt gefährliche Annäherung von russischem und US-Kampfjet über Pazifik

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    Militär
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    Das US-Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug und ein russisches Jagdflugzeug über dem Pazifik in gefährlicher Nähe aneinander vorbeigeflogen sind.

    Das US-Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug und ein russisches Jagdflugzeug über dem Pazifik in gefährlicher Nähe aneinander vorbeigeflogen sind.

    Der Vorfall habe sich bereits am 23. April im internationalen Luftraum über dem Ochotskischen Meer ereignet, teilte Pentagon-Sprecher Steve Warren nach Angaben des TV-Senders ABC mit. Eine russische Su-27 sei bis auf 30 Meter an eine Boeing RC-135U herangerückt und habe sich vor die Nase des amerikanischen Aufklärungsflugzeugs gesetzt. Dann habe sich der russische Kampfjet so gedreht, als wolle er mitgeführte Waffen zeigen. Die US-Regierung habe der russischen Regierung gegenüber ihre Besorgnis geäußert, so Warren.

    Knapp zwei Wochen davor war es nach Angaben des Pentagons bereits zu einem Zwischenfall zwischen Russland und den USA im Schwarzen Meer gekommen. Ein russischer Kampfjet vom Typ Su-24 sei zwölfmal in geringer Höhe über den US-Zerstörer USS Donald Cook geflogen. Pentagon-Sprecher Warren sprach von einer Provokation.

    Der Sender verweist darauf, dass die beiden Zwischenfälle sich vor dem Hintergrund der Konfrontation Russlands mit dem Westen im Ukraine-Konflikt ereignet haben. Die ukrainische Opposition hatte im Februar den Staatschef Viktor Janukowitsch für abgesetzt erklärt. Obwohl die von der Verfassung vorgeschriebene 75-Prozent-Mehrheit im Parlament nicht erreicht wurde, stellten Oppositionsparteien eine Übergangsregierung, die von den westlichen Staaten umgehend anerkannt wurde.

    Dagegen haben die von russischsprachigen Einwohnern dominierten Gebiete im Osten und Süden der Ukraine die neue, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt. Dort demonstrierten tausende Menschen für ein Referendum und eine Föderalisierung der Ukraine. Regimegegner besetzten Verwaltungsgebäude, bauten Barrikaden und riefen „Volksrepubliken“ aus. Daraufhin startete die Regierung in Kiew in den Protestregionen eine „Anti-Terror-Operation“ unter Einsatz von Panzern, Hubschraubern und Flugzeugen. Russland fordert ein Ende der Militäroffensive, die bereits Dutzende Zivilisten das Leben gekostet hat.

    Westliche Staaten hingegen unterstützen den Militäreinsatz gegen Protestierende im Osten der Ukraine. Die USA stellten unter anderem sieben Millionen Dollar für Zelte, Heizgeräte und nicht-letale Güter für die ukrainischen Soldaten bereit und Panzerwesten, Nachtvisiergeräte und Schlafsäcke in Aussicht. Deutschland etwa stattete die ukrainischen Sondereinheiten mit Uniformen aus.

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