06:50 30 September 2016
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Lawrow: Am Angriff auf russische Botschaft in Kiew nahm Bataillon „Asow“ teil

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Bei dem Angriff auf die russische Botschaft in Kiew haben laut Außenminister Sergej Lawrow Kämpfer des Bataillons „Asow“, das vom Oligarchen Igor Kolomoiski aufgestellt worden war und von ihm finanziert wird, eine führende Rolle gespielt.

Bei dem Angriff auf die russische Botschaft in Kiew haben laut Außenminister Sergej Lawrow Kämpfer des Bataillons „Asow“, das vom Oligarchen Igor Kolomoiski aufgestellt worden war und von ihm finanziert wird, eine führende Rolle gespielt.

Außenminister Lawrow bezeichnete den Angriff auf die russische diplomatische Vertretung in Kiew als „widerlich“.

„Bei dem Angriff auf die Botschaft spielten Kämpfer des Bataillons ‚Asow‘, das von Kolomoiski aufgestellt worden war und von ihm finanziert wird, eine führende Rolle. Kolomoiski wurde von den Kiewer Behörden auch zum Gouverneur von Dnepropetrowsk ernannt“, sagte Lawrow zu Journalisten.

Seinen Worten nach ist das ein guter Anlass für die westlichen Partner Russlands, die jegliche Schritte der ukrainischen Macht unterstützen, darüber nachzudenken, wie diese Macht über die nach dem Maidan erhaltenen Vollmachten verfügt.

Kolomoiski wurde mehrmals vorgeworfen, die nationalistische Gruppierung Rechter Sektor zu sponsern.

In der vorigen Woche beantragte ein Abgeordneter der Staatsduma bei der russischen Generalstaatsanwaltschaft, ein Ermittlungsverfahren gegen Kolomoiski einzuleiten.

Wie die Zeitung „Iswestija“ schrieb, schickte Oleg Michejew, Abgeordneter von Gerechtes Russland, einen Brief an Generalstaatsanwalt Juri Tschaika mit der Bitte, die Tätigkeit der Bataillone „Dnepr“ und „Donbass“ in der Ukraine zu untersuchen und sie als terroristische Formationen einzustufen.

Nach Worten Michejews machen die Anführer des Rechten Sektors kein Hehl daraus, dass die Bataillone aus Aktivisten der Organisation aufgestellt wurden und von Kolomoiski finanziell unterstützt werden.

Der Abgeordnete wies darauf hin, dass die Handlungen dieser militärischen Formationen zu Opfern unter der friedlichen Bevölkerung führen. Dabei trage niemand die Verantwortung für den Tod von Menschen, und der Gouverneur von Dnepropetrowsk finanziere die Militäroperationen im Südosten der Ukraine weiter.

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