22:43 17 Oktober 2017
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    Ostukraine: Poroschenko kündigt einwöchige Waffenpause an (Zusammenfassung 21.25)

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    Die Militär- und Sicherheitskräfte der Ukraine stellen die Kampfhandlungen im Südosten des Landes bis zum 27. Juni ein. Das erklärte Präsident Pjotr Poroschenko am Freitag bei einem Treffen mit Bewohnern der Stadt Swjatogorsk im Gebiet Donezk.

    Die Militär- und Sicherheitskräfte der Ukraine stellen die Kampfhandlungen im Südosten des Landes bis zum 27. Juni ein. Das erklärte Präsident Pjotr Poroschenko am Freitag bei einem Treffen mit Bewohnern der Stadt Swjatogorsk im Gebiet Donezk.

    „Die Kräfte, die an der Anti-Terror-Operation teilnehmen, stellen das Feuer ab sofort für eine Woche, bis zum 27. Juni ein“, wurde Poroschenko auf der Internetseite des Kiewer Innenministeriums zitiert. Laut Pressedienst des Präsidenten hatte Poroschenko bereits einen entsprechenden Befehl erteilt.

    Im Stab der „Anti-Terror-Operation“ nahm der Staatschef einen Bericht von General Viktor Muschenko entgegen, wonach die Streitkräfte zur Verteidigung der Grenze bereit sind. Eine entsprechende Operation sei am Freitagabend zu Ende gegangen. Danach gab Poroschenko den Übergang zu einer weiteren Phase seines Friedensplanes bekannt, die die Herstellung einer totalen Kontrolle über die (ukrainisch-russische) Grenze beinhaltet.

    „Die ukrainische Armee stellt das Feuer ein. Aber das bedeutet ganz und gar nicht, dass wir im Fall einer Aggression gegen unsere Militärs keine Abfuhr erteilen werden. Wir werden alles für den Schutz unseres Territoriums tun“, versicherte Poroschenko.

    Die Waffenruhe solle den Weg für seinen Friedensplan freimachen. Dem Kiewer Innenministerium zufolge sollen die „Terroristen“ ihre Waffen während der Waffenpause niederlegen. „Diejenigen, die das nicht tun, werden vernichtet“, hieß es in Kiew.

    Die Volkswehr der selbsternannten Republiken Lugansk und Donezk im Osten der Ukraine teilte mit, dass sie den Ankündigungen Poroschenkos nicht glaubt. „Wir haben schon hundertmal von einer Waffenruhe seitens der Nationalgarde und der ukrainischen Armee gehört. Aber die Militäroperationen hören keine Minute auf“, sagte der Donezker „Republikchef“ Andrej Purgin.

    Poroschenkos Plan setzt sich aus 15 Punkten zusammen. Nach der Waffenpause und Aufgabe der Aufständischen solle eine Amnestie erklärt werden. „Separatisten“ werden die Ukraine auch ungehindert verlassen dürfen. Zudem sieht der Plan eine Verfassungsreform und eine Dezentralisierung der Macht vor.

     

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