21:19 10 Dezember 2016
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    Trotz Waffenruhe in Ostukraine: Kolomojski will „Separatisten“ den Rest geben

    Trotz Waffenruhe in Ostukraine: Kolomojski will „Separatisten“ den Rest geben

    © Sputnik/ Mikhail Markiv
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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Der ukrainische Oligarch Igor Kolomojski hat sich gegen die Feuereinstellung im Osten der Ukraine und gegen jegliche Kontakte zu Aufständischen in den Gebieten Donezk und Lugansk ausgesprochen. Das teilte ein Mitarbeiter des Rates für nationale Sicherheit der Ukraine RIA Novosti mit.

    Der ukrainische Oligarch Igor Kolomojski hat sich gegen die Feuereinstellung im Osten der Ukraine und gegen jegliche Kontakte zu Aufständischen in den Gebieten Donezk und Lugansk ausgesprochen. Das teilte ein Mitarbeiter des Rates für nationale Sicherheit der Ukraine RIA Novosti mit.

    „Während der jüngsten Arbeitsreise von (Präsident Pjotr) Poroschenko in das Gebiet Donezk hatte Kolomojski ihm offen gesagt, er werde nie auf seine Befehle hören. Zudem erklärte der Oligarch, dass seine Privatarmee den ‚Separatisten‘ trotz Waffenruhe den Rest geben wird“, sagte der Sprecher, der anonym bleiben wollte.

    Am vergangenen Freitag hatte Poroschenko seinen 15-Punkte-Friedensplan publik gemacht. Das Papier beinhaltet unter anderem Sicherheitsgarantien für alle Teilnehmer der Verhandlungen, eine Amnestie für alle, die Waffen gestreckt und keine Schwerverbrechen begangen haben. Zudem sollen alle Geiseln freigelassen werden.

    Vorgesehen sind auch der Abzug aller illegalen bewaffneten Formationen und die Schaffung „sicherer Korridore“, über die „russische und ukrainische Söldner“ die Ukraine verlassen würden. Alle gesetzwidrig besetzten Gebäude sind zu räumen. Geplant ist ferner, die örtlichen Machtorgane wiederherzustellen sowie Sendungen des zentralen Rundfunks und Fernsehens in den Gebieten Donezk und Lugansk wiederaufzunehmen.

    Poroschenko schlägt zudem eine Dezentralisierung der Macht im Land, den Schutz der russischen Sprache und Verfassungsänderungen vor.

    Zudem befahl der Präsident, alle Kampfhandlungen am Freitag, 21.00 Uhr MESZ, bis zum 27. Juni, 09.00 Uhr MESZ, einzustellen. Innerhalb dieser sieben Tage hat die Volkswehr den Kampf aufzugeben und ihre Waffen zu strecken. „Diejenigen, die das nicht tun, werden vernichtet“, hieß es in Kiew.

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