15:25 30 September 2016
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    Volkswehr begrüßt Flucht ukrainischer Soldaten nach Russland

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Die Volkswehr der selbsternannten Republik Donezk im Osten der Ukraine begrüßt die Flucht ukrainischer Soldaten nach Russland. Das sagte Igor Iwanow vom Stab der Volkswehr am Dienstag in Donezk.

    Die Volkswehr der selbsternannten Republik Donezk im Osten der Ukraine begrüßt die Flucht ukrainischer Soldaten nach Russland. Das sagte Igor Iwanow vom Stab der Volkswehr am Dienstag in Donezk.

    In der Nacht zum Montag waren 438 von der Volkswehr an der russischen Grenze eingekesselte ukrainische Soldaten nach Russland geflüchtet. Sie baten die russischen Grenzer um einen „humanitären Korridor“ und ein Asyl. Auf dem Territorium des Gebiets Rostow wurden die ukrainischen Soldaten in einem Zeltlager untergebracht und mit allem Notwendigem versorgt.

    „Die Jungs ergaben sich, und das war denn auch richtig. Sonst hätten wir sie alle getötet. Aber wir haben kein Ziel, ukrainische Soldaten zu erschießen, die auf unsere Maschinengewehre geworfen werden“, fuhr Iwanow fort. Ihm zufolge vollzieht sich jetzt im Osten der Ukraine ein „extra organisiertes Genozid am slawischen Volk“, für das sich die Kiewer Politiker werden verantworten müssen.

    „Man muss Mut haben, um sich zu ergeben, denn hinter den Soldaten Schläger des Rechten Sektors stehen. Geht rüber! Ergebt euch! Das ist die einzig richtige Entscheidung“, sagte Iwanow. Von den 438 übergelaufenen Soldaten wollten nur 180 zurück in die Ukraine. Derzeit bleiben im Süden des Gebiets Lugansk einige hundert Soldaten der ukrainischen Armee und der Nationalgarde eingekesselt, erfuhr RIA Novosti beim Stab der Volkswehr.

    „Bislang ist es noch nicht gelungen, die Aufgabe aller zu erwirken, Verhandlungen werden fortgesetzt. Wir haben den Ukrainern eine Bedingung gestellt: Sich ergeben, nach Russland gehen und die Kampftechnik unversehrt lassen, sonst werden wir wieder Mehrfachraketenwerfer einsetzen“, hieß es beim Stab.

    Die 72. Brigade der ukrainischen Armee existiert im Grunde genommen nicht mehr. Es gibt keine Munition und Verpflegung, alle Wege zum Nachschub wurden von der Volkswehr abgeschnitten. „Unter jenen, die ihre Waffen nicht gestreckt haben, gibt es polnische Söldner. Eben damit kann der erbitterte Widerstand erklärt werden.“ Ein Stabssprecher sagte dabei, dass es im Fall ihrer Aufgabe zu einem internationalen Skandal kommen könnte.

    Mitte Juli hatte die Volkswehr im Gebiet Lugansk die 79., 72. und 24. Brigade der ukrainischen Armee sowie die Bataillone „Asow“ und „Schachtjorsk“ der Nationalgarde eingekesselt und unmittelbar an die Grenze zu Russland zurückgedrängt.

     

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