12:27 10 Dezember 2019
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    Ehemaliger BND-Chef: Bundesregierung soll Überwachung der Türkei befohlen haben

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    NSA: Neuer Spionagefall in Deutschland (24)
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    Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Hans-Georg Wieck, geht nach den eigenen Worten davon aus, dass der Auftrag zum Ausspähen der Türkei direkt von der Bundesregierung gekommen ist, berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“ am Dienstag.

    Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Hans-Georg Wieck, geht nach den eigenen Worten davon aus, dass der Auftrag zum Ausspähen der Türkei direkt von der Bundesregierung gekommen ist, berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“ am Dienstag.

    „Die Bundesregierung hat den Auftrag gegeben“, sagte er der Zeitung. „Ich halte es für ausgeschlossen, dass das eine eigenmächtige Entscheidung des BND war.“

    Ursache seien vermutlich „Unsicherheitsfaktoren im Blick auf in Deutschland lebende Staatsbürger“, so Wieck. „Es gibt Spannungen zwischen Kurden und Nicht-Kurden. Das mag dazu geführt haben, dass Aufklärung betrieben wird. Ich sehe eher eine innenpolitische Konstellation, die diese Entscheidung ausgelöst hat.“

    Am Wochenende war bekannt geworden, dass der BND die Türkei seit 2009 im Visier hat und angeblich Telefonate von US-Außenminister John Kerry sowie seiner Vorgängerin Hillary Clinton aufgezeichnet hat. Die Telefonate seien versehentlich abgefangen worden, hieß es in einem Spiegel-Bericht.

    Die türkische Regierung bat wegen der Überwachung durch den BND den deutschen Botschafter zu einem Gespräch, wie am Montag bekannt gegeben wurde.

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