17:48 21 Juli 2018
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    Russland will seine Militärdoktrin präzisieren – Importersatz im Mittelpunkt

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    Russland wird - angesichts neuer Gefahren für den Staat - bis Ende 2014 seine Militärdoktrin präzisieren und ein Schwergewicht auf den Importersatz legen, wie der Vize-Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Michail Popow, in einem Interview für RIA Novosti sagte.

    Russland wird - angesichts neuer Gefahren für den Staat - bis Ende 2014 seine Militärdoktrin präzisieren und ein Schwergewicht auf den Importersatz legen, wie der Vize-Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Michail Popow, in einem Interview für RIA Novosti sagte.

    Die geplanten Änderungen an der im Jahr 2010 angenommenen Militärdoktrin sind vor allem durch außenpolitische Faktoren: die Nato-Erweiterung, das Problem der Raketenabwehr und die Situation in der Ukraine und um dieses Land – diktiert. 

    Neue Gefahren: Moskau ändert Militärdoktrin > >

    „Das Leben zeigt, dass die Verlässlichkeit einiger unserer Partner im Westen ein zeitweiliger Zustand ist, der bedauerlicherweise mit der jeweiligen politischen Konjunktur eng verbunden ist“, sagte Popow auf die Frage, ob das Thema Importersatz in der präzisierten Militärdoktrin einen Platz finden werde.   

    Ein effektives Funktionieren der Rüstungsbranche „ist nur möglich, wenn Russland bei der Produktion strategischer und anderer  Arten von Waffen, Kampf- und Spezialtechnik in technologischer Hinsicht unabhängig ist“, so Popow. „Die vorzunehmenden Änderungen an der Militärdoktrin müssen offensichtlich darauf ausgerichtet sein, unsere Angewiesenheit auf den Import von Maschinenbauerzeugnissen sowie auf die Lieferungen von Rohstoffen, Materialien und Ersatzteilen abzuschaffen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur. 

    Popow zufolge ist beim Apparat des Sicherheitsrates eine zeitweilige interdisziplinäre Arbeitsgruppe für die Vorbereitung von Vorschlägen zu Änderungen an der Militärdoktrin gebildet worden. Sie setzt sich aus leitenden Mitarbeitern der zuständigen Staatsmachtorgane und Organisationen zusammen.

    Die Aufgabe der Arbeitsgruppe soll darin bestehen, die von den zuständigen Staatsmachtorganen und Organisationen vorgebrachten Vorschläge zu behandeln sowie entsprechende Empfehlungen vorzubereiten und der interdisziplinären Kommission für militärische Sicherheit des Sicherheitsrates zur Besprechung vorzulegen. 

    Das Thema Importersatz ist angesichts der vom Westen verhängten Sanktionen gegen Russland und der Weigerung der Ukraine, Erzeugnisse mit militärischer und doppelter Bestimmung nach Russland zu liefern, besonders aktuell geworden. Das russische Verteidigungsministerium plant nach eigenen Worten, die Angewiesenheit auf ukrainische Lieferungen von Ersatzteilen innerhalb von zweieinhalb Jahren zu beseitigen.

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