01:27 21 Oktober 2018
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    Kiew will von ihm kontrollierte Donbass-Territorien nicht aufgeben (Zusammenfassung 18.00)

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    Die ukrainischen Militär- und Sicherheitskräfte sind nicht gewillt, die von ihnen kontrollierten Territorien der Donbass-Region an die Volkswehr zu übergeben. Das erklärte der Sprecher des Rates für nationale Sicherheit der Ukraine, Andrej Lyssenko, am Samstag in Kiew.

    Die ukrainischen Militär- und Sicherheitskräfte sind nicht gewillt, die von ihnen kontrollierten Territorien der Donbass-Region an die Volkswehr zu übergeben. Das erklärte der Sprecher des Rates für nationale Sicherheit der Ukraine, Andrej Lyssenko, am Samstag in Kiew.

    „Die Übergabe von Ortschaften auf befreiten Territorien an die Terroristen (Kiews Bezeichnung für die Volkswehr – Anm. der Redaktion) steht nicht einmal zur Diskussion. Wir werden keine einzige Siedlung aufgeben. Wir bleiben dort, wo wir sind und versichern den Bürgern der Ukraine, dass wir die von uns kontrollierten Orte nicht verlassen werden“, betonte Lyssenko.

    Der von Präsident Pjotr Poroschenko am Freitag eingesetzte neue Gouverneur des Gebiets Donezk, General Alexander Kichtenko, erklärte am Samstag, dass er die ursprünglichen Grenzen des Gebiets wiederherstellen will. „Das ist unser strategisches Ziel. In der ersten Phase wird eine Pufferzone (zwischen Armee und Volksmilizen) geschaffen. Wir werden von der anderen Seite eine strikte Erfüllung der Minsker Vereinbarungen fordern“, sagte der frühere Vize-Befehlshaber der Innentruppen.

    Der Regierungschef der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko, erklärte am Samstag auf einer Pressekonferenz, dass die Entflechtung zwischen den ukrainischen Truppen und den Volksmilizen entlang der Frontlinie nach dem Stand vom 19. September erfolgt.“ Ein entsprechender Vertrag sei bereits am Donnerstag mit Generalleutnant Juri Dumanski unterzeichnet worden. Demnach werde die Armee mehrere Ortschaften verlassen, darunter Peski, von wo aus die Großstadt Donezk unter Beschuss genommen werde. Dabei blieben Mariupol, Kramatorsk und Slawjansk unter Kontrolle der ukrainischen Militärs.

    Sachartschenko zufolge gilt ab Samstag für die Volkswehr absolute Waffenruhe. „Der Abzug von Artillerie und schwerer Kampftechnik von der festgelegten Entflechtungslinie beginnt in fünf Tagen.“

    Am Freitagabend hatte Sachartschenko mitgeteilt, er werde künftig „das gesamte Territorium der Republik befreien“. „Ich verspreche, im Fall meines Wahlsieges alles Mögliche und Unmögliche zu tun, um das gesetzwidrig okkupierte Territorium der Donezker Republik zu befreien“, erklärte er in Donezk auf einer Wahlkonferenz der Bewegung „Oplot“ (Bollwerk). Zum Territorium der Donezker Republik zählte der Premier das Territorium des Gebiets Donezk.

    Die von Sachartschenko Anfang 2014 gegründete Bewegung „Oplot“ will am 2. November an den Wahlen in den Obersten Rat der Donezker Republik teilnehmen. Am gleichen Tag wird auch er Republikchef gewählt. Für dieses Amt hatte die Bewegung Sachartschenko selbst nominiert.

     

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