03:32 20 Juni 2019
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    Nato-Schiffe kehren ins Schwarze Meer zurück

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    Nato verstärkt Aktivitäten an Russlands Grenzen (357)
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    Trotz der Deeskalation in der Ukraine verstärkt die Nato wieder ihre Präsenz im Schwarzen Meer, wie RIA Novosti aus diplomatisch-militärischen Kreisen erfuhr.

    Trotz der Deeskalation in der Ukraine verstärkt die Nato wieder ihre Präsenz im Schwarzen Meer, wie RIA Novosti aus diplomatisch-militärischen Kreisen erfuhr.

    Am Sonntag trafen das Kommandoschiff USS Mount Whitney und der Zerstörer USS Cole der US-Marine im Schwarzen Meer ein. Am Freitag werde das französische Aufklärungsschiff Dupuy-de-Lôme hinzustoßen, teilte ein Sprecher RIA Novosti mit. Er nannte es erstaunlich, dass die Nato trotz der Waffenruhe in der Ukraine und des Abzugs der russischen Truppen aus dem Grenzgebiet Rostow weiterhin im Schwarzen Meer präsent bleibt. Der Sprecher mutmaßte, dass das nordatlantische Bündnis „unter dem Vorwand der politischen Unterstützung Kiews die Wassertiefen und die Hydrologie des Schwarzen Meeres untersucht“.

    Waffenruhe in der Ukraine>>

    Die USS Mount Whitney hatte 6. November 2008 die damals noch ukrainische Stadt Sewastopol auf der Krim besucht. Der Besuch war von Anti-Nato-Protesten überschattet: Das US-Kriegsschiff konnte erst im zweiten Anlauf im Hafen angelegen; die Matrosen konnten nicht an Land gehen. Laut dem Montreux-Vertrag von 1936 dürfen sich Kriegsschiffe von Staaten, die keine Anrainer sind, höchstens 21 Tage im Schwarzen Meer aufhalten. Ihre Gesamttonnage darf 30.000 Tonnen nicht übersteigen. Im laufenden Jahr hat bereits die US-Fregatte USS Taylor gegen diese Regel verstoßen, indem sie elf Tage länger im Schwarzen Meer geblieben war.

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