16:39 18 Februar 2020
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    Russland schickt Landungsschiff ins Mittelmeer

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    Das Landungsschiff der russischen Ostseeflotte „Alexander Schabalin“ hat am Mittwoch seinen Stützpunkt Baltijsk verlassen und Kurs aufs Mittelmeer genommen.

    Das Landungsschiff der russischen Ostseeflotte „Alexander Schabalin“ hat am Mittwoch seinen Stützpunkt Baltijsk verlassen und Kurs aufs Mittelmeer genommen.

    Auf dem Weg ins Mittelmeer werde das Landungsschiff Luftabwehr-, U-Boot-Jagd- und Artillerieübungen abhalten, teilte das Presseamt der Ostseeflotte mit. An Bord des Schiffes, das durch die Nordsee, den Ärmelkanal und die Straße von Gibraltar fahren wird, befindet sich eine Anti-Terror-Einheit der Marineinfanterie. Im Mittelmeer soll die „Alexander Schabalin“ das Landungsschiff „Kalinintrad“ ablösen, das sich seit Januar in der Region befindet.

    Das Landungsschiff „Alexander Schabalin“ war 1985 im polnischen Danzig gebaut worden. Bei einer Wasserverdrängung von 4000 Tonnen kann das 112,5 Meter lange und 15 Meter breite Schiff auf 18 Knoten beschleunigen. Die Besatzung ist 80 Mann stark. Zudem kann das Schiff 225 Landungssoldaten und 500 Tonnen Kriegstechnik mitführen. Bewaffnet ist die „Alexander Schabalin“ mit Artillerieanlagen AК-725, Mehrfachraketenwerfern Grad-М und Flugabwehr-Raketen Strela-2.

    Die russische Kriegsmarine ist seit 2013 – nach gut zwei Jahrzehnten Pause - wieder ständig im Mittelmeer präsent. Bis 2015 soll ein neuer Schiffsverband aufgestellt werden, der aus Schiffen und U-Booten bestehen soll. Die Sowjetunion hatte ständig ein aus 30 bis 50 Schiffen bestehendes Geschwader im Mittelmeer unterhalten, das im syrischen Hafen Tartus seinen Stützpunkt hatte, aber auch Häfen in Ägypten, Algerien und Libyen nutzte. Das Geschwader, das im Kalten Krieg der 6. Flotte der US Navy gegenüberstand, wurde am 31. Dezember 1992, ein Jahr nach dem Zerfall der Sowjetunion, aufgelöst. Derzeit befindet sich im syrischen Hafen Tartus eine materiell-technische Basis der russischen Marine.

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