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14:15 16 Oktober 2019
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    Russland stationiert MiG-Abfangjäger in Arktis – Zeitung

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    Russland erschließt Arktis (171)
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    Die russischen Luftstreitkräfte bekommen in den kommenden drei Jahren rund 50 modernisierte MiG-31-Abfangjäger, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“. Die modernisierten Flugzeuge haben die Typenbezeichnung MiG31BM. Das Basismodell des Abfangjägers ist mit einer modernisierten Avionik und neuen Radaranlagen ausgerüstet.

    Darüber hinaus wird das Lenkwaffensystem erneuert. Den Piloten stehen somit neue Bomben, Luft-Luft-Raketen und Anti-Radar-Mittel zur Verfügung. Zudem können in den MiG-Jets digitale Kanäle zur Datenübermittlung genutzt werden. Dank den neuen Anlagen wird die Übermittlung eines Befehls zum Waffeneinsatz erleichtert. Die Piloten können Informationen mit Objekten auf dem Boden, in der Luft und im Weltraum austauschen. Für die Modernisierung der MiG-Flugzeuge sind das „Sokol“-Werk in Nischni Nowgorod und das Technikforschungszentrum „Saslon“ in Sankt Petersburg zuständig.

    Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte zum Schutz der nationalen Interessen in der Arktis den Aufbau eines vollwertigen Truppenverbandes hinter dem Polarkreis angekündigt. Zur dortigen Militärinfrastruktur gehören die reaktivierten Flugplätze auf den Neusibirischen Inseln und auf Franz-Joseph-Land. Ähnliche Pläne gibt es für Tiksi, Narjan-Mar, Alykel, Anderma, Anadyr, Rogatschowo und Nagurskoje. Entlang der Nordpassage sollen Militärstützpunkte mit Soldatenunterkünften entstehen.

    Der Befehlshaber der russischen Luftstreitkräfte, Viktor Bondarjow, hatte zuvor angekündigt, dass 2015 mit dem Umbau des Flugplatzes Tiksi begonnen wird. 2017 soll hier ein Verband der Frontfliegerkräfte und der MiG-31-Abfangjäger stationiert werden. Außerdem ist die Stationierung von MiG-31-Kampfjets in Anadyr geplant.

    Generalstabschef Waleri Gerassimow gab diese Woche bekannt, dass das Arktis-Kommando über Einheiten der Luftstreitkräfte und der Raketenabwehr verfügen werde, die im kommenden Jahr gebildet werden sollen.

    Der Vertrag zur Modernisierung der MiG-31-Kampfjets war vor vier Jahren unterzeichnet worden. Demnach soll die russische Luftwaffe mit modernisierten Höhenabfangjägern versorgt werden. In diesem Jahr wurden bereits 18 Maschinen dieses Typs ausgeliefert.

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