14:08 23 Oktober 2020
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    Russland wird seine Einstellung zum START-Vertrag über die Reduzierung strategischer Offensivwaffen wegen unfreundlicher Handlungen vonseiten der USA möglicherweise revidieren. „Aber im Moment gibt es dafür keine Voraussetzungen“, sagte ein angesehener russischer Militärexperte am Dienstag in Moskau.

    „Gegen uns werden Sanktionen verhängt. Zugleich werden wir aufgerufen, mit den USA in den Bereichen zu kooperieren, die für Washington von besonderem Interesse sind“, sagte Michail Uljanow, Direktor des Departements für Sicherheit und Abrüstung beim russischen Außenministerium, in einem RIA-Novosti-Gespräch. Es sei ziemlich merkwürdig, dass die USA Russland als ihren Gegner eingestuft hätten.

    „Bislang haben wir keine Schritte in dieser Sphäre unternommen. Aber ich schließe nicht aus, dass Washington uns dazu zwingen wird, unsere Politik in diese Richtung zu ändern. Das wäre angesichts der unfreundlichen Einstellung der USA uns gegenüber nur natürlich sein.“ Dem Experten zufolge geht es um eine Revision der Zusammenarbeit Russlands und der USA im Rahmen des START-Vertrages und bei der Nichtweitergabe von Atomwaffen.

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    Michail Uljanow, USA, Russland