21:39 19 Juni 2019
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    Donezker Volkswehr startet Offensive auf Mariupol

    EIL - Donezker Volkswehr startet Offensive auf Mariupol

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    Die Volkswehr der selbst ernannten Republik Donezk im Osten der Ukraine hat am Samstag eine Offensive Richtung Mariupol am Asowschen Meer gestartet. Das teilte Republikchef Alexander Sachartschenko Journalisten mit.

    „Heute begann die Offensive auf Mariupol. Das wird wohl das beste Denkmal für all unsere Todesopfer sein“, sagte Sachartschenko beim Niederlegen von Blumen an einer Haltestelle in Donezk, an der bei einem Granatbeschuss am Donnerstag sieben Menschen getötet und 17 verletzt worden waren.

    Am Samstag teilte der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak in einer Sitzung des operativen Stabes in Kiew mit, dass die Kräfte der Donbass-Milizen in den zurückliegenden 24 Stunden eine groß angelegte Offensive an der gesamten Frontlinie gestartet hatten. „Die Lage an der gesamten Frontlinie spitzt sich dramatisch zu. Von Lugansk bis hin zu Mariupol werden unsere Positionen von illegalen bewaffneten Formationen attackiert“, sagte Poltorak. In der Sitzung wurde die Lage nach dem jüngsten Beschuss von Mariupol am Asowschen Meer erörtert.

    Nach Ansicht Kiews hatte die Donezker Volkswehr in der Nacht zum Samstag östliche Vororte des von der ukrainischen Armee kontrollierten Mariupol beschossen. Die Volkswehr dementierte. „Unsere Kräfte im Raum von Mariupol verfügen nicht über Artilleriesysteme, die für den Beschuss der genannten Ortschaft hätten eingesetzt werden können – die Entfernung ist zu groß“, sagte ein Sprecher des Volkswehrstabes in Donezk.

    Die Kiewer Behörden geben den Milizen die Schuld an dem Beschuss. Die Volkswehr in Donezk weist jegliche Anschuldigungen zurück und spricht von einer Provokation der ukrainischen Machthaber.

    Nach offiziellen Angaben aus Kiew stieg die Zahl der Toten in Mariupol mittlerweile auf 21. Zuvor war von 15 Todesopfern die Rede.

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    Alexander Sachartschenko, Donezk, Mariupol