22:44 18 Dezember 2018
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    Volkswehr in Debaltseve

    Donezk und Lugansk fordern Kiew zu Verhandlungen auf

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    Situation in der Ostukraine (346)
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    Die Behörden der selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk im Osten der Ukraine sind für Friedensgespräche und fordern Kiew zu Verhandlungen auf. „Die Volkswehr ist bereit, halt zu machen, aber dort, wo sie jetzt steht“, heißt es in einer Erklärung der beiden Republikchefs, Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki.

    „Wir lechzen nicht nach Blut. Wir würden Schluss machen, aber an der Linie, an der wir jetzt stehen. Wir werden der im Januar getöteten Zivilisten und unserer Kampfgenossen immer gedenken. Wir sind für Friedensverhandlungen und fordern Kiew auf, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Im Unterschied zu Ihren Vertretern sind unsere Repräsentanten mit allen notwendigen Vollmachten ausgestattet“, zitierte die Donezker Nachrichtenagentur DAN aus der am Montag veröffentlichten  Erklärung.

    „Der Charakter und das Ausmaß des jüngsten Dauerbeschusses der Donbass-Region durch die ukrainische Armee zeugen davon, dass sich Kiew darauf vorbereitet hatte. (Präsident Pjotr) Poroschenko befahl eine Offensive an der gesamten Frontlinie. Gegen Lugansk, Donezk und dutzende andere Städte des Donbass wurden entsetzliche Schläge geführt.“

    „Aus großer Höhe wurden und werden weiterhin superschwere Fliegerbomben auf Wohnviertel abgeworfen. Im Einsatz sind Mehrfachraketenwerfer, großkalibrige Geschütze und Mörser. Sie schießen wahllos, zielen nur in unsere Richtung. Sie halten uns nicht für Menschen und sind vom Wahn besessen, alles Leben im Donbass auszutilgen“, heißt es in dem Papier.

     

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    Tags:
    Petro Poroschenko, Igor Plotnizki, Alexander Sachartschenko, Ukraine, Donbass