SNA Radio
    Ukrainische Soldaten in der Ostukraine

    Poroschenkos Berater: Kiew hat keine Ressourcen für groß angelegte Offensive

    © AP Photo / Evgeniy Maloletka
    Militär
    Zum Kurzlink
    Beilegung der Ukraine-Krise (337)
    0 1957
    Abonnieren

    Kiew hat einem Berater von Präsident Pjotr Poroschenko zufolge derzeit keine Ressourcen für eine groß angelegte Offensive im Donbass. „Es kann keine Rede davon sein, dass wir jetzt bis zur Grenze vorstoßen und das gesamte von den Extremsten kontrollierte Territorium werden befreien können“, sagte Juri Birjukow am Montag im ukrainischen Fernsehen.

    „Wir verfügen nicht über notwendige Ressourcen dafür. Man sollte sich daran gewöhnen und sich darüber klar werden, dass wir im Moment nicht in der Lage sind, groß angelegte Offensivoperationen durchzuführen. Deshalb brauchen wir Verteidigungslinien, die gegraben werden sollen“, sagte der Berater.

    Unterdessen waren am vergangenen Freitag in der weißrussischen Hauptstadt Minsk unter Vermittlung der Präsidenten Russlands und Frankreichs, Wladimir Putin und Francois Hollande, sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Feuerpause und ein darauf folgender Abzug schwerer Technik von der Entflechtungslinie zwischen der Kiewer Armee und der Volkswehr vereinbart worden. Der Abzug soll nicht später als am Dienstag, 00.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MEZ), beginnen.

    Die rivalisierenden Seiten werfen einander vor, gegen die Feuerpause verstoßen zu haben. Die Kiewer Militärführung behauptet, die feindliche Seite habe Armeestellungen in den vergangenen zwei Tagen mehrfach unter Beschuss genommen. Die Volkswehr erklärt dagegen, die habe das Feuer nur erwidern müssen.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Beilegung der Ukraine-Krise (337)

    Zum Thema:

    Volkswehr zu Abzug schwerer Waffen bereit – Kiew sollte aber ersten Schritt tun
    Kiew: Truppen planen gewaltsamen Ausbruch aus Debalzewo-Kessel
    UNO: Mehr als 5.600 Tote seit Beginn des Ukraine-Konflikts
    Donezker Volkswehr will Rotation von Soldaten und Zufuhr von Munition verhindern
    Tags:
    Minsker Abkommen, Petro Poroschenko, Juri Birjukow, Ukraine