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    Iranische Hauptstadt Teheran

    Teheran tüftelt an Atombombe in einem unterirdischen Geheimobjekt - Dissidenten

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    Atomstreit mit Iran (137)
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    Nach Angaben iranischer Dissidenten arbeitet Teheran trotz der Verhandlungen mit der Sechsergruppe über das Atomprogramm in einem unterirdischen Geheimobjekt an der Entwicklung von Kernwaffen, berichtet der Fernsehsender Fox News.

    Wie Alireza Jafarzadeh, Vertreter des Nationalen iranischen Widerstandszentrums (NCRI), mitteilte, befindet sich der Komplex, der den Namen Lavizan-3 trägt, in der Nähe von Teheran. Das Objekt „liegt tief unter der Erde, in einem Netz von Tunneln und unterirdischen Bauten“. Es ist von strahlungsresistenten Türen geschützt, „damit IAEA-Experten keine austretende Strahlung registrieren“. 

    NCRI-Angaben zu Folge hat der Komplex mehrere Etagen, die mit einem Tunnel  miteinander verbunden werden. Dahinter, in mehr als 40 Meter Tiefe, befinden sich vier parallel liegende Säle.

    Zur Bestätigung der Existenz eines solchen Komplexes  legten iranische Dissidenten zwei Fotos vor: Auf einem davon ist eine 40 Zentimeter starke bleierne Tür zu sehen, auf dem anderen ein Schema des Objekts. 

    Wie die Dissidenten behaupten, wird in diesem Komplex seit 2008 an Urananreicherung gearbeitet.

    Eine offizielle Bestätigung für die Existenz des Objekts und für militärische Atomforschungen Teherans gibt es nicht. Irans Behörden haben mehrmals beteuert, dass ihr Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken diene.

    2013 hatten NCRI-Vertreter bereits ihre Vermutung geäußert, ein Atomforschungszentrum gebe es im Gebirge zehn Kilometer von der iranischen Stadt Mobareke entfernt. Wie NCRI-Aktivist Mehdi Abrishamshi behauptete, handelt es sich um ein Objekt, das auf dem Gelände eins früheren Militärindustriekomplexes untergebracht wurde.

    Im November 2013 hatte die Sechsergruppe (Russland, USA, China, Großbritannien, Deutschland und Frankreich) und Iran vereinbart, ein Abkommen vorzubereiten, das einen ausschließlich friedlichen Charakter des Atomprogramms Teherans im Austausch gegen völlige Aufhebung der Sanktionen garantieren würde. Bis jetzt wurde ein solches Abkommen nicht abgefasst, es gibt nur einen „provisorischen Aktionsplan“. Die Seiten verlängerten ihre Verhandlungen bis Ende Juni 2015.

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    Tags:
    Sechsergruppe, IAEA (IAEO), Das Nationale iranische Widerstandszentrum (NCRI), Mehdi Abrishamshi, Alireza Jafarzadeh, Iran